Ernte 2016

Zügige Gerstenernte in Vorpommern


In fünf bis sechs Tagen ist man bei der Gerste mit den großen Kapazitäten bei den Mähdrescher größtenteils durch", sagte ein Landwirt aus Mecklenburg gegenüber der Agrarzeitung. In Sachsen und Thüringen und im südlichen Sachsen-Anhalt wurden hingegen bisher erst 50 Prozent bis 60 Prozent geerntet. Immer wieder wird der Mähdrusch allerdings durch Niederschläge unterbrochen. Die angelieferten Partien an Gerste weisen regional überhöhte Feuchtigkeitswerte auf. „Wir kommen fast überall auf die Felder", meinte ein ostdeutscher Landwirt direkt vom Mähdrescher, „die Körner selbst sind aber trocken". Vor zwei Wochen hatten Unwetter mit Enteneier großen Hagelkörnern für Schäden gesorgt.

Das Hektorlitergewicht bei der jetzt geernteten Gerste liegt in der Regel auf einem guten Niveau mit 62 kg/hl bis 68 kg/hl. Die Erträge sind hoch. Sie liegen aber gut zehn Prozent unter den Rekorderträgen des Vorjahres So werden auf 35er Böden teilweise bis zu 80 dt/ ha Gerste geerntet. Auf besseren Böden sind es 90 dt/ha und mehr. Die aktuellen Ankaufpreise bieten keinen Anlass zur Freude. „Gut, wir sparen wenn wir es schaffen, erntetrocken die Gerste zu bergen, die Kosten für die Trocknung, aber das kann die Gesamtlage nur teilweise kompensieren. Mit den Erträgen sind wir zufrieden, mit den Preisen von nur 120 Euro/t ab Feld hingegen nicht", berichtet ein Landwirt aus Vorpommern.  (Ps)
stats