Ausblick

Enttäuschung in Russland

Eine schwierige Aussaat und Trockenheit lassen die Erträge sinken. Russland rechnet mit einer nur mäßigen Weizenernte.

Die Weizenerzeugung wird in Russland im Wirtschaftsjahr 2018/19 nach der Analyse internationaler Agrarhandelshäuser, die sich zur Analyse in den russischen Anbaugebieten aufhalten, nur knapp 70 Mio.t erreichen, nach 84 Mio.t im Vorjahr. Die geplante Anbaufläche liegt um 27,5 Mio. ha (Vorjahr 27,9 Mio. ha). In den Regionen Rostow am Don, Wolgograd und Stawropol ist es zu trocken. Dort werden die Ernteerträge niedriger ausfallen. Im Süden Russlands, in der Region um Krasnodar, fällt die Ernte dagegen gut aus.

In den zentralen Regionen Russlands und in den Wolgagebieten werden bislang nur über unzufriedene Ernteergebnisse berichtet. Insbesondere in Sibirien, teilweise in der Ural-Region kommt es zu niedrigen Ernteergebnissen, da die Frühjahrsaussaat unter nicht optimalen Bedingungen verlief. Die Trockenheit im Frühjahr dieses Jahres hat dann zu schlechte Feldbestände geführt. Die durchschnittlichen Ertragsergebnisse werden für Russland in dieser Region auf 2,5 t/ha bis 2,6 t/ha geschätzt. Sehr gute Bestände sind dagegen im Süden Russlands in der Region um Krasnodar zu vermelden. Dort ist die Ernte bereits angefangen. In der Region Krasnodar liegen die ersten Durchschnittserträge bei der Gerste um die 7,2 t/ha. Beim Weizen werden aktuell 6,8 t/ha geerntet.

Für russischen Weizen werden derzeit mit 12,5 % Protein Preise von 205 US-Dollar/t vom Seehafen ex Ernte 2018 verlangt. In den Seehäfen Hamburg und Rostock liegen die Kurse für diese Weizenqualitäten um 220 US Dollar/t fob Seehafen. 

 

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