DBV-Ernteschätzung

Bauernverband malt noch etwas schwärzer

Der Deutsche Bauernverband streicht noch einmal 400.000 t aus seiner Ernteprognose für Getreide. Ganz düster sieht es bei Raps aus, meldet der Verband kurz vor der Entscheidung des Berliner Ministeriums zur Dürrebewertung.

Kurz bevor Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) verkündet, ob in der Landwirtschaft ein nationaler Notstand vorliegt, präsentiert der Deutsche Bauernverband (DBV) seine dritte und abschließende Ernteschätzung. Hatte der Verband erst Anfang August die deutsche Getreideproduktion 2018 auf sehr niedrige 36 Mio. t taxiert, geht er jetzt auf 35,6 Mio. t noch etwas nach unten. Dies entspreche im Vergleich zum Fünfjahresdurchschnitt einem Rückgang um 26 Prozent. Die diesjährige Winterrapsernte beziffert der DBV auf 3,3 Mio. t. „Die Ernte fällt noch schlechter aus als anfangs erwartet“, so der Verband. Im Vergleich zum Mittelwert 2013 bis 2017 fehlen 36 Prozent.

„Das derzeitige Schadensbild – nicht nur bei Getreide und Ölsaaten, sondern vor allem bei Grundfutter – bestätigt unsere ersten Befürchtungen. Deshalb halten wir es nach wie vor für dringend geboten, dass Bund und Länder ein Hilfsprogramm mit Unterstützungsmaßnahmen für die betroffenen Betriebe rasch auf den Weg bringen“, sagt DBV-Präsident Joachim Rukwied.

Die Präsentation der DBV-Ernteschätzung am Mittwoch um 10 Uhr war bewusst gewählt. Denn zur Mittagszeit hat Klöckner verkündet, mit welchen Krisenhilfen die von der Dürre geschädigten seitens des Bundes rechnen können.

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