Dürre

Bund springt zur Hälfte ein

Der Bund hat auf dem Dürregipfel in Berlin die Ernsthaftigkeit der Lage in Nord-Ostdeutschland erkannt und offenbar ein Entgegenkommen signalisiert. Abgerechnet wird Ende August.

Ersten Berichten zufolge sagte der Bund den betroffenen Ländern eine Kostenbeteiligung für eine Dürrehilfe in Höhe von 50 Prozent zu, abzuwarten seien jedoch die vorläufigen Ernteergebnisse am 24. August 2018. Der Bauernpräsident aus Mecklenburg-Vorpommern, Detlef Kurreck betont: „Wenn Geld für Dürrehilfen bereitgestellt wird, dann müssen alle Betriebe, die die Minderertragsgrenze von 30 Prozent erreichen, unterstützt werden.“ Für Nothilfen wird bewertet, ob dem Betrieb ein Verlust von 30 Prozent gegenüber den drei Vorjahren entstanden ist. Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat heute die Ernte in Deutschland auf nur noch 36 Mio. t geschätzt.


In Mecklenburg-Vorpommern verzeichnen Landwirte nach Abschluss der Ernte Mindererträge von etwa 40 Prozent im Vergleich zum langjährigen Mittel. Für die Landwirtschaftsbetriebe bedeutet das Einnahmeverluste in Höhe von 300 bis 400 €/ha. Die Länder können mit Nothilfen bis zu 80 Prozent der Einbußen abdecken. Barbara Otte-Kinast (CDU), Agrarministerin in Niedersachsen, bezeichnet 2018 als ein schlimmes Jahr für Landwirte, doch stimmt sie mit der Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) überein, dass Bund und Länder "erst nach Vorlage des Ernteberichtes gemeinsam über das weitere Vorgehen entscheiden." In Niedersachsen werden für Getreide und Raps mit einem Minderertrag von 10 bis über 50 Prozent gerechnet.

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