Ernteprognose

Baden rechnet mit einem Viertel weniger Mais

Erntepressekonferenz der ZG Karlsruhe mit Vorstandsvorsitzendem Ewald Glaser (2. v.r.)
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Erntepressekonferenz der ZG Karlsruhe mit Vorstandsvorsitzendem Ewald Glaser (2. v.r.)

Die Körnermaisernte steht vor der Tür. Die ZG Karlsruhe rechnet mit nur verhaltenen Maispreisen. Die Kleinwasserzuschläge belasten die Erzeugerpreise.

Im Gegensatz zur stürmischen Entwicklung der Weizenpreise falle der Anstieg der Maiskurse verhalten aus, erklärte heute Franz Utz, Geschäftsbereichsleiter Vermarktung der ZG Karlsruhe.  Denn die Ukraine berichtet von einer Spitzenernte bei Mais, ebenso Ungarn und Rumänien.
Man negiere derzeit noch Ertragsausfälle im Südwesten von Frankreich, sagte Utz. Doch warnte er heute in Lichtenau bei der Erntepresskonferenz vor zu großer Euphorie. Auf dem Balkan liegen noch alterntige Maisbestände. Dort stehen exzellente Felder, bestätigt Vorstandsvorsitzender Ewald Glaser. Deshalb rechnet auch er nur mit verhaltenen Maispreisen.

Ertrag zwischen 8 bis 9 t/ha

Die Trockenheit der vergangenen acht Wochen hat dem Mais nach einem fantastischem Start in Baden stark zugesetzt. Utz rechnet nur noch mit einem Ertrag von 8 bis 9 t/ha. Kein Vergleich zu dem Spitzenjahr 2017. Am 15. August wird der erste Mais im Raum Mannheim gedroschen, kündigte Glaser an. Die Pflanzen haben ihre Wärmesumme erreicht und gehen in die Abreife. Ein Erntedruck verzeichnet die ZG durch den Ausbau der Lagerkapazitäten nicht. Eine große Belastung sei das Niedrigwasser am Rhein. Die Kleinwasserzaufschläge betragen derzeit 80 Prozent der normalen Frachtkosten. Rund 22 €/t betragen die Aufschläge für Schiffsfrachten in die Niederlande auf dem Rhein, normal seien 12 €/t.

Glaser rät Landwirten bei der unsicheren Situation über die Maiserträge zum treuhänderischen Vermarktungsmodell, das die ZG anbietet. Hier erhält der Landwirt eine sichere Abschlagszahlung und ist gegenüber einem Preisrutsch nach unten abgesichert. Die endgültige Abrechnung erfolgt im kommenden Jahr im August nach der Menge, die der Landwirt tatsächlich geliefert hat. Das Modell wird angesichts der besonderen Erntesituation in diesem Jahr länger angeboten.

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