Ernte 2018

FAO: Weltweiter Getreidehandel nimmt zu

Die Welternährungsorganisation FAO rechnet in ihrem aktuellen Report mit einer weltweiten Zunahme beim Verbrauch von Futtergetreide. Das Getreideangebot bleibt insgesamt reichlich.

Die Weltweizenproduktion 2018/19 könnte mit 754 Mio. t niedriger als vor einem Jahr ausfallen. Wie die FAO in ihrem Juni-Report mitteilt, sind höhere Ernten in Argentinien, Kanada, Indien und die USA für den Anstieg verantwortlich. Global sieht die FAO eine Getreideerzeugung in Höhe von 2,61 Mrd. t. Das wären rund 40,6 Mio. t weniger als vor einem Jahr. Um rund 3 Prozent niedriger dürfte die die Erzeugung von Futtergetreide auf 1,34 Mrd. t ausfallen. Landwirte würden in einigen Ländern auf rentablere Nutzpflanzen umstellen, heißt es in dem FAO Bericht. 2018/19 könnte der weltweite Verbrauch von Futtergetreide wie Mais und Gerste mit knapp 1,9 Mrd. t die Erzeugung toppen.

Den weltweiten gesamten Getreideverbrauch schätzen die UN-Analysten auf 2,64 Mrd. t, also etwas mehr als das Angebot für 2018/19 und 1 Prozent höher als vor einem Jahr. Auch den Weizenverbrauch erhöht die FAO um 5 auf 743 Mio. t im Vergleich zu 2017/18 und damit unterhalb des Angebots von 754 Mio. t für 2018/19 liegen.

Die Prognose für die weltweiten Getreidevorräte zum Ende der Saison 18/19 wurde gegenüber dem Vormonat um 5 Prozent auf 772 Mio. t angehoben. Dabei wurden die historisch hohen Schätzungen der chinesischen Maisvorräte angepasst. Im Vergleich zum Vorjahr würden die weltweiten Getreidevorräte jedoch um 5,4 Prozent zurückgehen. Das Verhältnis von Reserven und Verbrauch errechnet die FAO mit 28,5 Prozent und damit immer noch komfortabel. Die Weizenvorräte sieht die FAO bis Ende Juni 2019 bei 283 Mio. t. Hier könnte es noch Änderungen in den kommenden Prognosen geben, da die FAO für die EU mit einer großen Ernte rechnet, die wegen der Trockenheit nun geringer ausfallen dürfte.

Weltweit nimmt der Handel mit Weizen zu. Rund 175 Mio. t dürften den Besitzer wechseln. Die afrikanischen Länder dürften ihre Einfuhren gegenüber Vorjahr etwas drosseln, vor allem Russland und die USA rechnen sich Chancen ein, für das von einer Missernte geplagte Argentinien einzuspringen. Mehr Weizen dürften die Länder in Asien nachfragen. Größere Exportchancen rechnet sich die EU 2018/19 aus.

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