Ernte 2018

Gute Durchschnittswerte im Süden

Am deutschen Getreidemarkt herrscht ein Nord-Süd-Gefälle. Marktteilnehmer in Süddeutschland blicken mit Optimismus auf die Feldbestände. Dennoch wird mehr gesprochen als gehandelt.

Der süddeutsche Getreidemarkt hat sich zwar weiter stabilisiert, doch ist eine gewisse Verunsicherung der Beteiligten unverkennbar. Dazu tragen vor allem auch die Meldungen über Trockenheit in Nord- und Ostdeutschland bei. Südlich des Mains erwarten Beobachter dagegen eine gute Durchschnittsernte.

Aktuell werden noch Restmengen an Weizen aller Qualitätsstufen zu teilweise etwas festeren Preisen gehandelt. Vor allem Aufmischweizen kann regional leicht zulegen. Die Landwirte erhalten für A-Weizen aus der alten Ernte im Mittel etwa 155 €/t netto frei Erfassungslager. B-Weizen wird mit 151 bis 152 €/t abgerechnet. E-Weizen wird nur noch in sehr geringen Mengen gehandelt. Es lassen sich kaum repräsentative Preise ermitteln.

Über die kommende Ernte wird mehr gesprochen, als dass sie gehandelt wird. Sowohl bei der Landwirtschaft als auch beim Handel ist das Interesse an größeren Kontraktabschlüssen eher verhalten. Andererseits haben die Anfragen der Verarbeiter zuletzt zugenommen. Nicht selten gibt es Differenzen zwischen Geld- und Briefkursen. Die geringen Bewegungen an den internationalen Terminbörsen geben nur wenig Orientierung, heißt es.

Bayerische Mischfutterwerke decken laufenden Bedarf

Brotroggen hat mittlerweile ein fast ausgelaufenes Geschäft. Hier und da werden noch bestehende Kontrakte abgewickelt. Für die wenigen Neuabschlüsse lassen sich etwas höhere Forderungen durchsetzen. Am Futtergetreidemarkt bleibt zwar Wintergerste favorisiert, doch sind auch hier die Umsätze verhalten. Die hiesigen Mischfutterwerke decken meist nur noch ihren laufenden Bedarf. Anfragen kommen weiterhin aus Südoldenburg.

Alterntige Braugerste wird noch sporadisch umgesetzt. Die neue Ernte ist durchwegs fester gestimmt, da in einigen europäischen Anbauregionen, wie zum Beispiel Dänemark, mit Ertragsausfällen zu rechnen ist. Die Sommergerstenbestände in Süddeutschland sind meist zufriedenstellend.

 

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