Frühdruschergebnisse

Gute Qualitäten in Westfalen


Im Westen enttäuschen die Erträge bei Gerste und dem ersten Weizen. Die Qualität des Getreides ist überraschen gut.

Die Gerstenernte ist in Westfalen abgeschlossen. Auf den leichteren Standorten sind gegenüber durchschnittlichen Jahre Ertragseinbußen von 20 bis 30 Prozent zu beklagen. Die besseren Böden in der Soester Börde dreschen etwas besser, die Erträge liegen aber auch dort unter denen der Vorjahre. Befürchtungen vor Problemen bei den Hektilotergewichten haben sich als unbegründet herausgestellt. Positiv ist auch, dass das Korn sehr trocken eingelagert werden kann.

Auf den leichten Standorten im westlichen und nördlichen Westfalen hat der Drusch von Roggen, Triticale und Weizen begonnen. Die Erträge sind auch hier schwach, die Hektolitergewichte aber in Ordnung. Auch beim Raps herrscht Enttäuschung, da die Mengen um rund ein Drittel kleiner ausfallen als in den Vorjahren.

Sorgen bereiten die Maisbestände. Auf den früh gesäten Flächen steht der Mais noch recht gut, die späteren Bestände zeigen dagegen schon klare Zeichen von Trockenstress. Morgen am Mittwoch soll es etwas Regen geben, die vorhergesagten Niederschlagsmengen werden aber nicht ausreichen, die Wasservorräte im Boden aufzufüllen. Für die Futterbaubetriebe wäre eine schwache Maisernte ein weiterer Tiefschlag, da schon die Graserträge wegen der Trockenheit ausbleiben. Der Landhandel erwartet, dass in diesem Jahr in Westfalen der gesamte Mais zur Gewinnung von Futter und Biogasrohstoff gehäckselt und kein Körnermais geerntet wird.

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