Ernte 2019

DBV: Dürre-Nachwirkungen spürbar


Die Gerstenernte ist bundesweit gestartet
Foto: da
Die Gerstenernte ist bundesweit gestartet

Der Deutsche Bauernverband (DBV) geht in seiner Prognose von einer Getreideernte in Höhe von rund 47 Mio. t aus. Das ist rund 1 Mio. t weniger als der Durchschnitt der Jahre 2013 bis 2017. Weizen soll bei gut 24 Mio. t liegen. 




Gegenüber dem Dürrejahr 2018 liegen die Erwartungen rund neun Millionen Tonnen höher. „Der Vergleich der diesjährigen Erntemenge mit dem Extremjahr 2018 verzerrt das Bild etwas. Wir erwarten in diesem Jahr eine Ernte knapp unter dem Durchschnitt. Die Nachwirkungen der Dürre sind noch immer deutlich spürbar. Für die angespannte wirtschaftliche Lage in vielen Betrieben wird auch dieses Jahr keine Verbesserung bringen“, sagt der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied heute bei der Ernteeröffnung in Brandenburg. 

Die diesjährige Getreideernte ist unter schwierigen Vegetationsbedingungen herangewachsen. Die extreme Trockenheit des Sommers 2018 hielt bis zur Aussaat des Wintergetreides im vergangenen Herbst an. In den besonders betroffenen Gebieten sind die Bestände daher spät und vielfach nur lückenhaft aufgelaufen. Nach einem zu trockenen Jahresbeginn haben sich die Niederschläge und die kühle Witterung im Mai positiv auf die Ertragsaussichten ausgewirkt. „Die Niederschlagsverteilung war regional sehr unterschiedlich. Durch die insbesondere im Osten Deutschlands nach wie vor zu trockenen Bodenverhältnisse sind dort mancherorts erhebliche Trockenschäden festzustellen. Auch haben Starkregen und Hagel teilweise die Getreidebestände stark geschädigt“, erläutert Rukwied die unterschiedlichen Gegebenheiten. In weiten Teilen Deutschlands stehen die Getreidebestände trotzdem gut da. Allerdings könnte die extreme Hitze der letzten Juni-Woche den Winterweizen geschädigt haben. Die für den Ertrag wichtige Kornfüllung findet bei großer Hitze und Wassermangel nicht mehr statt. 

Mit einer Fläche von 3 Mio. ha wird beim Weizen der Mittelwert der Jahre 2013 bis 2017 knapp verfehlt. Die Flächenanteile von Winter- und Sommergetreide ähneln nach den deutlichen Verschiebungen des vergangenen Jahres wieder dem Durchschnitt der Jahre 2013 bis 2017. 

Rapsernte liegt bei 3,1 Mio. t

Die Anbaufläche von Raps hat sich um 30 Prozent auf 887.000 ha Hektar deutlich reduziert, Das liegt daran, dass die Aussaat von Winterraps mitten in die Dürrephase gefallen und somit erfolglos gewesen wäre, sagte Rukwied.  Darüber hinaus ist der Rapsanbau von Einschränkungen von Pflanzenschutzmittel betroffen. Der DBV rechnet deshalb nur mit einer Rapsmenge von 3,1 Mio. t.

 

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