Ernte 2019

Nordosten zittert um den Raps


Das NDR-Team beim Dreh auf einem Weizenfeld bei Penkun.
Foto: Bauernverband Mecklenburg-Vorpommern
Das NDR-Team beim Dreh auf einem Weizenfeld bei Penkun.

Die Ernte ist in Mecklenburg-Vorpommern in vollem Gange und hat wegen der Trockenheit früher begonnen. Die Gerste ist bereits vom Feld geholt.

Mit rund 7,2 t/ha  liegen die Ernte-Erträge von Gerste im Landesdurchschnitt deutlich über den Ergebnissen des Dürrejahres 2018.  Allerdings sind die Ernte-Ergebnisse im Bundesland regional sehr unterschiedlich. Während die Landwirte in den Küstenregionen zufrieden auf ihre ersten Erträge schauen, verzeichnen beispielsweise die Landwirte insbesondere auf leichten Standorten in der Mitte sowie im Südwesten des Landes aufgrund des fehlenden Regens zum Teil erhebliche Trockenschäden. „Insgesamt rechnen wir in diesem Jahr mit einer durchschnittlichen Ernte“, sagt Detlef Kurreck, Präsident des Bauernverbandes.

Rapsernte gestartet

Die Rapserträge dürften besser als im vergangenen Jahr ausfallen und ziwschen 3,3 und 3,5 t/ha im Durchschnitt der  vergangenen drei Jahre liegen. Insbesondere der Norden und die Insel Rügen schneiden besser ab, während der Südwesten, rundum die Stadt Parchim und die Mecklenburgische Seenplatte, schwächere Erträge liefern. Die Erträgsverluste sind auf Schäden durch starke Regenfälle und Gewitter zurückzuführen.
Auffallend ist, dass viel Raps an den Handel abgegeben wird. Getreide hingegen lagern die Betriebe ein. Viele Rapsflächen mussten im Herbst 2018 wegen der Trockenheit wieder umgebrochen werden. Dies dürfte sich an der Gesamtmenge im Nordosten bemerkbar machen.

Zu Weizen lasse sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch kein konkretes Ernte-Ergebnis vermelden, so Kurreck. Kritisch ist die Situation beim Futtter. „Hier haben wir landesweit erhebliche Einbußen zu verzeichnen", sagt Kurreck weiter.

Vor allem für den ersten Heuschnitt sei zu wenig Regen gefallen. In einigen Regionen sind auch die Weiden schon abgegrast und die Landwirte müssen Futter zukaufen oder für die Fütterung bereits auf Wintervorräte zurückgreifen. Mit einer Online-Futterbörse unterstützt der Bauernverband Mecklenburg-Vorpommern bereits seit dem vergangenen Jahr die Landwirte in dieser schwierigen Situation. Allerdings steigen die Preise für einen Rundballen Heu aufgrund der erhöhten Nachfrage derzeit deutlich an.

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