Ernte 2019

Gute Aussichten in Bayern


Im Vergleich zu dem extrem Hitzejahr 2018 sind die Bedingungen für die Landwirte in Bayern diesmal günstiger. Vor allem im Mai gab es vergleichsweise reichliche Niederschläge.

Von einer  durchschnittlichen Ernte geht deshalb das bayerische Landwirtschaftsministerium aus, allerdings mit großen regionalen Unterschieden. Die fränkischen Landesteile sind, wie so häufig, trockener als der Süden. Dies bestätigte auch der Präsident des Bayerischen Bauernverbandes Walter Heidl Anfang der Woche anlässlich der Erntepressefahrt in Kaufering bei Landsberg am Lech. Auch er rechnet "mit einer insgesamt durchschnittlichen Ernte.“ Damit wird sich die Getreide-Erntemenge um das Fünfjahresmittel von 8,3 Mio. t (inklusive Körnermais) bewegen.

Bei den Anbauflächen gab es im Vergleich zum Vorjahr nur leichte Veränderungen: Die Getreidefläche ist mit etwas über 1 Mio. ha leicht gestiegen. Winterweizen bleibt im Freistaat die wichtigste Brotgetreideart und wurde auf etwa 465.000 ha angebaut. Das sind allerdings rund 6.000 ha weniger als im Vorjahr. Einen weiteren Anstieg gab es beim Anbau von Eiweißpflanzen. Vor allem bei den Sojabohnen ist die Fläche um knapp 3.000 auf 15.500 ha gewachsen. 


Eingetrübte Aussichten bei Winterraps

Deutliche Anbaueinschränkungen gab es hingegen bei Winterraps. Die Anbaufläche verringerte sich um 28 Prozent auf rund 84.000 ha. Aufgrund des trockenen Herbstes konnten viele Flächen nicht bestellt oder mussten nach erfolglosem Anbau wieder umgebrochen werden. Nach eine aktuellen Vorernteumfrage des BBV beurteilen viele Landwirte ihre Ernteaussichten bei Raps eher negativ.

Die Hackfrüchte zeigen insgesamt ein gutes Bild, so dass  hier mit zufriedenstellenden Ernteergebnissen zu rechnen ist.

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