Ernte 2019

Gute Durchschnittsernte in Hessen


Die aktuelle Getreideernte in Hessen liegt nach dem Einbruch 2018 wieder auf dem Niveau „normaler Jahre“. Der Getreideanbau ist allerdings im Land ausgedehnt worden. 


Wie der Hessische Bauernverband (HBV) anhand von vorläufigen Daten des Statistischen Landesamtes mitteilt, dürfte die Ermtebilanz rund 2,2 Mio. t umfassen, fast 30 Prozent mehr als die dürrebedignte Vorjahresmenge. Den Durchschnitt der vergangenen sechs Jahre dürfte die Ernte um zumindest 100.000 t überschreiten.

HBV-Präsident Karsten Schmal wies allerdings darauf hin, dass der Getreideanbau im Vergleich zum Vorjahr um etwa 25.000 ha oder 8,8 Prozent ausgedehnt worden sei. Der durchschnittliche Getreideertrag habe in diesem Jahr schätzungsweise 72 dt/ha erreicht und damit das Vorjahresergebnis um rund 16 Prozent und das langfristige Mittel um 2,2 Prozent übertroffen. Besonders deutlich zugelegt hat laut Schmal die Feldleistung bei der Wintergerste, die mit annähernd 70 dt/ha den Vorjahresertrag klar übertraf, nämlich um 22 Prozent. Winterweizen habe hingegen unter der Hitze und Trockenheit im Juni gelitten und ertragsmäßig mit 79 dt/ha im Landesmittel lediglich um rund 14 Prozent über dem des Vorjahres gelegen.

Mit einem Durchschnittsertrag von 33 dt/ha habe der Winterraps die Erzeuger zum wiederholten Mal enttäuscht, berichtete der HBV-Präsident abschließend. Das Vorjahresergebnis sei zwar leicht übertroffen, der Schnitt der vergangenen sechs Jahre aber um 12 Prozent verfehlt worden. Wenig Anlass zur Freude bieten nach Darstellung des Verbandspräsidenten aktuell auch die Getreide- und Rapspreise. Diese lägen sogar noch um 12 Prozent beziehungsweise 2 Prozent unter den unbefriedigenden Erzeugerpreisen von 2018, hielt Schmal fest. 

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