Ernte 2019

Gute Erträge an der Nordseeküste


In Ostfriesland und im Elbe-Weser Dreieck wird auf den Marschböden viel Weizen gedroschen. Auf den leichten Standorten fallen die Erträge ab.

An der niedersächsischen Nordseeküste ist die Weizenernte noch nicht abgeschlossen. Die Arbeiten werden immer wieder durch Regenschauer unterbrochen. Deutlich mehr als die Hälfte des Weizens ist inzwischen gedroschen. Auf den schweren Marschböden erreichen die Landwirte sehr gute Erträge von 10 bis 12 t/ha. Auf leichteren Standorten werden nur 4 bis 8 t/ha erreicht. Dies sorgt dafür, dass der Handel die durchschnittlichen Weizenerträge besser als im Vorjahr, aber unter dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre einschätzt.

Die Hektolitergewichte sind gut. Zu den Proteingehalten können die Erfassungshändler keine Angaben machen, weil sie für die Vermarkung als Futterweizen nicht gemessen werden. Ähnlich wie beim Weizen ist die Situation beim Raps. Hohen Erträgen von mehr als 5 t/ha stehen schwache Ergebnisse auf den leichten Standorten gegenüber. Vereinzelt waren die Bestände so schwach, dass auf die Ernte verzichtet wurde. Insgesamt überwiegt beim Raps die Enttäuschung. Die schlechte Stimmung zeige sich auch in den Saatgutbestellungen, so ein Händler gegenüber agrarzeitung.de. Es sei zu befürchten, dass zur Ernte 2020 erneut weniger Raps gedrillt wird.

In Ostfriesland ist auch der erste Hafer angeliefert worden. Die Ernte wird aber erst in den kommenden Tagen richtig beginnen. Ex Ernte werden frei Landlager Preise von 160 €/t genannt. Weizen kann aus der Ernte heraus je nach Standort zu 160 bis 165 €/t abgerechnet werden. Beim Raps werden den Landwirten 350 €/t geboten.

Die Roggenmengen, die auf den Markt kommen, sind deutlich kleiner als erwartet. Obwohl die Erträge von 6 bis 8 t/ha im Durchschnitt liegen. Ein Teil der Bestände war als GPS gehäckselt worden. Biogasanlagen kauften auch gedroschenen Roggen, um ihre Rohstoffversorgung zu sichern.

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