Ernte 2019

Weniger Braugerste aus Tschechien


In Tschechien ist eine unterdurchschnittliche Weizen- und Sommergerstenernte eingebracht worden. Die Rapserzeugung schrumpft deutlicher.

Das Statistikamt in Prag rechnet 2019 mit einer Ernte von rund 7,0 Mio. t Getreide (ohne Mais). Gegenüber der sehr schwachen Vorjahresernte sind voraussichtlich etwa 8 Prozent mehr Getreide gedroschen worden. Der Zuwachs basiert auf einer um 2 Prozent höheren Fläche und um 6 Prozent gestiegenen Erträgen. Im Vergleich zum Fünfjahresmittel fällt das aktuelle Ernteergebnis allerdings rund 5 Prozent kleiner aus, meldet die Behörde am Dienstag.

Die beiden mit Abstand dominierenden Getreidearten in Tschechien sind Weizen und Sommergerste. Die Weizenernte 2019 könnte im Vergleich zum Vorjahr um etwa 8 Prozent auf rund 4,8 Mio. t steigen. Sinken auf knapp 1,1 Mio. t wird dagegen die Erntemenge von Sommergerste, für die Tschechien wegen seiner Brautradition in der EU eine Rolle spielt. Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr beträgt nach der offiziellen Schätzung etwa 2 Prozent. Hierfür ist vor allem eine Flächeneinschränkung verantwortlich. Die Hektarerträge der Sommergerste sind etwas besser als im sehr schwachen Vorjahr.

Rapserzeugung am Boden

Die tschechische Rapsanbaufläche ist ebenfalls deutlich eingeschränkt worden. Außerdem sind die Hektarerträge 2019 im Vergleich zum Vorjahresergebnis gesunken. Die Ernte würde mit knapp 1,2 Mio. t Raps etwa 15 Prozent unter dem Vorjahr und 11 Prozent unter dem Fünfjahresmittel liegen. Tschechien ist fünftgrößtes Rapserzeugungsland in der EU. Die vorderen Plätze nehmen Frankreich, Deutschland, Polen und Großbritannien ein.

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