Schweden

Lantmännen hilft Landwirten


Die schwedische Getreideernte bringt wenig Menge und schwache Qualitäten. Die Genossenschaft Lantmännen kommt den Erzeugern bei Kontrakten entgegen.

Die Getreideernte in Schweden 2018 schätzt das Schwedische Zentralamt für Landwirtschaft auf 4,2 Mio. t. Im Vergleich zum Vorjahr fehlen 29 Prozent und zum Fünfjahresmittel 25 Prozent. Besonders gering ist die Rapsernte mit gerade 200.000 t, was einem Rückgang um 44 Prozent zu 2017 und 36 Prozent zum mehrjährigen Durchschnitt entspricht.

Als einen Grund nennt das Zentralamt die verringerte Anbaufläche für Wintergetreide, nachdem die Herbstbestellung 2017 wie in ganz Nordeuropa wegen durchnässter Böden nicht in geplantem Umfang durchgeführt werden konnte. Stattdessen wurde mehr Sommergetreide ausgesät, das in der Regel schlechtere Erträge aufweist. Anschließend hat die Dürre Schweden besonders getroffen und im Juli mit heftigen Waldbränden das ganze Land über Wochen in Atem gehalten.

Viel Getreide als Silage geerntet

Viele Landwirte haben nach Angaben des Zentralamtes wegen Futtermangels bei Getreide erst gar nicht den Druschtermin abgewartet, sondern Ganzpflanzensilage gewonnen. Das Amt geht von mindestens 100.000 ha aus, die so genutzt wurden. Das wären gut 10 Prozent der schwedischen Getreideanbaufläche von 980.000 ha. Wegen dieser Umwidmung sei es aber auch 2018 besonders schwer, zuverlässige Ernteschätzungen zu erstellen, so das Zentralamt weiter.

Das führende Vermarktungsunternehmen Lantmännen hatte bereits Anfang August darauf hingewiesen, dass die schwedische Getreideernte 2018 vermutlich das niedrigste Ergebnis seit 1992 bringen wird. Hinzu kommen Qualitätseinbußen. Während Weizen zum Teil schwache Hektolitergewichte aufweist, bereiten bei der Braugerste hohe Proteingehalte Probleme.

Lantmännen unterstützt Mitglieder

Lantmännen kündigt jetzt auf seiner Website an, dass für die genossenschaftlichen Mitglieder zusätzliche Warenrückvergütungen von 2 Prozent vereinbart seien. Außerdem senkt das Unternehmen bei seinen Finanzierungen die Zinssätze im Zeitraum 1. September 2018 bis 31. März 2019 um 1,5 Prozentpunkte. Ferner kommt Lantmännen den Landwirten bei Getreidekontrakten entgegen, vor allem hinsichtlich des Proteingehalts von Braugerste.

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