Norddeutschland

Unterdurchschnittliche Gerstenerträge


Foto: LWK Niedersachsen

Im Norden Deutschlands beginnt die Gerstenernte - sowohl im südlichen Niedersachsen als auch in Brandenburg und in Mecklenburg- Vorpommern. Die negativen Erwartungen werden bestätigt.

Erträge von weniger und maximal bis zu 6,0 t in Brandenburg stammen von ersten schwachen Böden und geben kein repräsentatives Bild ab. Das Hektolitergewicht mit 60 bis 65 kg wird dabei als ganz ordentlich bezeichnet. Aber auch von ersten Böden in Mecklenburg-Vorpommern ist die Rede von sehr unterdurchschnittlichen Erträgen. Repräsentativ sind sie noch nicht. Der Schmachtkornanteil wird als hoch bezeichnet. Teilweise war die Ware noch zu feucht. Anfang der Woche hatte die Ware auf dem Halm regional noch etwa 20 Prozent Feuchte.

Landwirte rechnen mit unterdurchschnittlichen Ergebnissen. Wenn sie im vergangenen Jahr rund 7,0 t /ha eingefahren haben, gehen sie in diesem Jahr wie vor zwei Jahren von etwa 6,0 t ha aus. Das Ergebnis des Vorjahres sei nicht zu erreichen. Teilweise wurden im vergangenen Jahr auch 8,0 bis 9,0 t /ha eingefahren. Am Wochenende werden die Arbeiten auch in Schleswig- Holstein aufgenommen.

Die Erwartungen an den Weizen sind sehr unterschiedlich. Abhängig vom Aussaattermin und unter Berücksichtigung regionaler Regenfälle im Juni könnte im Norden noch ein durchschnittlicher Ertrag eingefahren werden. Spät gesäter Weizen hat stärker unter den nassen Witterungsverhältnissen im Herbst und Frühjahr und der anschließenden Trockenheit gelitten. Von einem Rekordergebnis wird im Norden Deutschlands nicht ausgegangen. In jedem Fall findet die Ernte aber deutlich eher als in anderen Jahren statt.

 

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