Ernte 2019

Weizenernte vor dem Abschluss


Die Landwirte in den östlichen Bundesländern haben etwa 85 Prozent des Weizens gedroschen. Jetzt behindert deutschlandweit wechselhaftes Wetter mit regionalen Niederschlagsmengen die Restarbeiten.

„Es fehlen jetzt noch zwei gute Druschtage, dann sind wir durch“, meint ein Ackerbauer in Sachsen Anhalt. Die Qualitäten werden allgemein als gut bezeichnet. Nur für Protein berichten einige Landwirte in Schleswig-Holstein von niedrigeren Werten. In der Hildesheimer Börde und auch in der Region Braunschweig liegen die Proteinwerte oftmals über den Erwartungen. In vielen Regionen Ostdeutschlands werden die 13 Prozent Protein beim A-Weizen in der Regel problemlos erreicht. Die Qualitäten sind beim Weizen relativ gut. In Sachsen-Anhalt berichtet ein Landwirt von einem Durchschnittsertrag von knapp 90 dt/ha bei einem Hektolitergewicht von 77 kg/hl, einer Fallzahl von 280 sec und einem Proteingehalt von gut 13 Prozent.  Auch der E- Qualitätsweizen weist in diesem Jahr hohe Proteinwerte aus. Auch beim Roggen sind die Qualitäten bei hohen Mengenerträgen in der Regel gut.

In Ostholstein ist die Ernte zu 90 Prozent abgeschlossen. Für B-Weizen wird ein Proteinwert von 11 bis 11,5 Prozent genannt, ein Hektolitergewicht von gut 80 kg/hl und Fallzahlen bei mind. 300 sec. und darüber. „Bis auf die Proteinwerte ist alles im grünen Bereich“, so ein Händler gegenüber der agrarzeitung.de. „Es hieß immer, wir würden eine späte Ernte bekommen“, sagte ein Mühlenvertreter. „Dafür waren die Landwirte mit den Erntearbeiten in diesem Jahr schnell durch.“

Die Roggenernte ist in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Schleswig-Holstein fast beendet. Im Nordosten wurde nur auf rund 30 Prozent der Fläche noch nicht gedroschen. Für die kommenden Tage ist wechselhaftes Wetter vorhergesagt. Bis zum Wochenende ist man mit der Getreideernte in Norddeutschland und in Nordostdeutschland so gut wie durch. 

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