Erntebericht

Gutes Erntewetter in Ostdeutschland


Claas

Die Erntearbeiten bei der Gerste sind in den vergangenen Tagen weiter vorangekommen. Im Nordosten Deutschlands sind 70 bis 80 Prozent der Gerste gedroschen. Die Erntebedingungen bleiben günstig.

„In zwei bis drei Tagen ist man bei der Gerste mit den großen Kapazitäten der heutigen Mähdrescher größtenteils durch“, sagte ein Landwirt aus Mecklenburg gegenüber agrarzeitung.de. Auch in Sachsen und Thüringen und im südlichen Sachsen-Anhalt sind die Erntearbeiten so gut wie beendet. Immer wieder wird der Mähdrusch allerdings durch Niederschläge unterbrochen. Ab heute beginnt das sommerlich gute Erntewetter.

Das Hektorlitergewicht der jetzt geernteten Gerste liegt in der Regel auf einem guten Niveau mit 62 bis 68 kg/hl. Die Erträge sind hoch. Sie liegen gut zehn Prozent über den dürrebedingt niedrigen Erträgen des Vorjahres. So werden auf 35-er Böden teilweise bis zu 70 dt/ha Gerste geerntet. Auf besseren Böden sind es 90 dt/ha und mehr. Die aktuellen Ankaufpreise bieten jedoch keinen Anlass zur Freude. „Gut, wir sparen wenn wir es schaffen, erntetrocken die Gerste zu bergen, die Kosten für die Trocknung, aber das kann die Gesamtlage nur teilweise kompensieren. Mit den Erträgen sind wir zufrieden, mit den Preisen von nur 145 Euro pro Tonne ab Feld für Gerste hingegen nicht, “ berichtet ein Landwirt aus Vorpommern. Bei sommerlichem Wetter beginnt in Norddeutschland in diesen Tagen die Raps- und Weizenernte. Auf den leichten Standorten in Brandenburg wurden erste Schläge mit sehr niedrigen Erträgen aber guten Qualitätswerten geerntet. Dieses ist für den Markt aber nicht repräsentativ. Auf den guten Küstenstandorten wird eine mengenmäßig hohe Weizenernte erwartet.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats