Ernte 2019

Gutes Erntewetter in Ostdeutschland


Hamburg/Ps: Die Weizenernte schreitet im Osten und Nordosten Deutschlands zügig voran. In Norddeutschland sind bereits ca. zehn Prozent des Weizens geerntet. Unsicher bleibt wie sich die warmen und heißen Tage im Juni 2019 auf die hiesigen Qualitäten und Erträge ausgewirkt haben. 

Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) hat seine Ernteerwartung für Getreide bereits auf 46,5 Mio. t und damit um 1,5 Mio. t weniger als vor einem Monat zurückgenommen. Der Winterweizen hat einen Anteil von 23,6 Mio. t und damit 1,1 Mio. t weniger als in der Schätzung im Juni 2019. Wintergerste in Schleswig-Holstein ist zu etwa 80 Prozent, in Mecklenburg-Vorpommern zu 90 Prozent eingefahren.

Die Matif Kurse kommen kaum vorwärts. Dies ist die Erkenntnis, dass die westeuropäischen Anbieter derzeit gegen Weizen aus der Schwarzmeer-Region im Export preislich keine Chance haben. Ab Hof werden 140 Euro/t bis 145 Euro/t ex Ernte gezahlt. Beim Brotweizen liegen die Erzeugerpreise ab Hof um 160 Euro/t ex Ernte 2019. Das derzeit gute Erntewetter in Frankreich zieht jetzt auch nach Deutschland, so dass die Ernte voll startet.

Die Mühlen sind zurückhaltend beim Kauf von Brotgetreide und wollen die Qualitäten erst einmal abwarten. Die Gerstenernte ist in Ostdeutschland inzwischen mit gut durchschnittlichen Ergebnissen abgeschlossen. In Schleswig-Holstein ist die Weizenernte in den Anfängen. Die Ergebnisse der Rapsernte sind bisher überraschend gut. Erträge von über 40 dt/ha sind offenbar keine Seltenheit.

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