Ernteergebnisse

Britische Erträge von gut bis schwach


Freude und Frust liegen eng beieinander. Ein britischer Farmer meldet bei Weizen Ertragsunterschiede von 7 t/ha zwischen seinen Standorten. Die Durchschnittswerte fallen ab.

Noch läuft der Weizendrusch in Großbritannien auf Hochtouren. Der Branchenverband AHDB berichtet, dass bis Dienstag dieser Woche 60 Prozent der nationalen Flächen geerntet waren. Im Süden sind die Landwirte weitgehend durch, und in den mittleren Lagen kommen die Mähdrescher bei trockenem Wetter rasch voran. In den Spätdruschgebieten im Norden Englands und in Schottland sind allerdings nur vereinzelt Flächen gedroschen worden.

Riesige Ertragsschwankungen bei Weizen

Hinsichtlich des Weizenertrages weist der Verband auf eine große Differenz zwischen leichten und schweren Böden hin. Er berichtet von Extremen zwischen 2,5 und 15,0 t/ha. Selbst auf einer einzigen Farm seien zwischen den Standorten Unterschiede von 7 t/ha aufgetreten. Auf Basis bisheriger Analysen könnte es 2018 auf einen mittleren britischen Ertrag von 7,7 bis 8,0 t/ha herauslaufen – also einiges unter dem britischen Fünfjahresdurchschnitt von 8,2 t/ha. Die Hektolitergewichte bewegen sich bisher um die 76 kg/hl bei Werten, die meist zwischen 74 bis 78 kg/hl liegen. Allerdings können auf leichten Böden die Werte auch auf 70 kg/hl abfallen, im Gegenzug auf den schweren Böden 80 kg/hl übersteigen. Die Fallzahlen erreichen nach Angaben des AHDB durchweg mehr als 300 Sekunden. Die Eiweißgehalte sind mit 13,0 bis 13,5 Prozent höher als üblich und gehen hoch bis zu 15 Prozent.

Sommergerste bringt höheren Eiweißgehalt

Erste Ergebnisse liegen auch zur Sommergerste vor. Sie sind allerdings noch nicht sehr aussagekräftig, weil bis Dienstag lediglich 20 Prozent der nationalen Fläche gedroschen war und die wichtigen Anbaugebiete im Norden Englands und in Schottland noch nicht dabei waren. Im Süden Englands berichtet der AHDB von Erträgen, die nahe dem britischen Durchschnitt liegen. Im Osten Englands und weiter nördlich zeichnen sich dagegen Mindererträge von 5 Prozent ab. Aus den bisherigen Analysen Meldungen errechnet der Branchenverband einen nationalen Durchschnittsertrag zwischen 5,3 und 5,7 t/ha – im Vergleich zum britischen Fünfjahresdurchschnitt von 5,8 t/ha. Zu den Qualitäten liegen kaum Ergebnisse vor, außer dass sich etwas zu hohe Eiweißgehalte abzeichnen.
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Großbritannien

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