Ernteschätzung

Tschechien bleibt unter dem Durchschnitt

In Tschechien ist die zweite schwache Weizen- und Sommergerstenernte eingebracht worden. Raps war nicht ganz so katastrophal wie zunächst vermutet.

Das Statistikamt in Prag rechnet jetzt mit einer Ernte von rund 6,34 Mio. t Getreide (ohne Mais). Sie ist nur geringfügig, um 50.000 t höher, als die vor sechs Wochen veröffentlichte pessimistische Schätzung. Gegenüber der schon unterdurchschnittlichen Vorjahresernte sind etwa 8 Prozent weniger Getreide gedroschen worden. Im Vergleich zum Fünfjahresmittel fällt das aktuelle Ergebnis sogar rund 14 Prozent kleiner aus, meldet die Behörde am Montag. Grund für den weiteren Rückgang 2018 sind nach Angaben des Statistikamtes vor allem geringere Ertragserwartungen.

Die beiden mit Abstand dominierenden Getreidearten in Tschechien sind Weizen und Sommergerste. Die Weizenernte 2018 könnte im Vergleich zum Vorjahr um etwa 8 Prozent auf rund 4,34 Mio. t zurückgehen. Hauptgrund sind niedrigere Hektarerträge. Tschechien ist außerdem in der EU ein bedeutendes Land für den Braugerstenanbau. Die tschechische Sommergerstenernte könnte um 9 Prozent auf rund 1,05 Mio. t sinken. Hier trifft eine verringerte Fläche mit schwächeren Hektarerträgen zusammen.

Raps etwas besser, aber alles andere als gut

Der tschechische Rapsanbau ist indes ausgedehnt worden. Auch die Hektarerträge könnten sich 2018 im Vergleich zu den sehr mageren Ergebnissen 2017 leicht verbessern. Die Ernte würde mit fast 1,3 Mio. t Raps etwa 12 Prozent über dem Vorjahr, aber 5 Prozent unter dem Fünfjahresmittel liegen. Tschechien ist sechstgrößtes Rapserzeugungsland in der EU. Die vorderen Plätze nehmen Frankreich, Deutschland, Polen, Großbritannien und Rumänien ein.

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