Ernteschätzung Kanada

Canola und Weizen enttäuschen


Kanada erwartet bei fast allen Getreidearten, Canola und Sojabohnen rückläufige Erntemengen. Nur Gerste kann positiv überraschen.

Die kanadische Statistikbehörde StatCan rechnet 2018 mit einer Weizenernte von 29 Mio. t. Gegenüber dem vergangenen Jahr sinkt damit die Menge, trotz einer Ausweitung der Anbaufläche um 9,4 Prozent um 1 Mio. t. Die Experten in Ottawa sind damit pessimistischer als das USDA (32,5 Mio. t) und der IGC (31,0 t). Ursache für den Rückgang der Erträge seien Hitze und Trockenheit in mehreren Teilen Kanadas. Die heute veröffentlichten Zahlen dürften Analysten überraschen, die im Durchschnitt mit 30,6 Mio. t gerechnet hatten. Die Durum-Menge steigt gegenüber dem Vorjahr um 1,4 Prozent auf 5 Mio. t. Die Einbußen kommen aus dem Anbau von Sommerweizen 21,6 Mio. t (minus 2,7 Prozent) und Winterweizen 2,4 Mio. t (minus 16,1 Prozent).

Canola-Kurs in Winnipeg steigt

Auch für Canola macht StatCan unerwartet deutliche Abstriche. Die Erntemenge soll bei nur 19,2 Mio. t liegen, das wären 2,1 Mio t weniger als vor einem Jahr. Auch hier sind niedrigere Erträge der Hauptgrund für das Minus, allerdings wurde auch die Anbaufläche um 1,7 Prozent eingeschränkt. Die Markterwartungen bei Canola lagen im Durchschnitt um 1 Mio. t höher. Das USDA sieht die Canola-Ernte in Kanada bisher bei 21,2 Mio. t. Die Notierungen für Canola in Winnipeg zogen heute an. Nach der Veröffentlichung der Ernteschätzung notierte der November-Kontrakt mit einem Plus von 3,80 Can-$ bei 498,80 Can-$/t.

Weniger Mais und Sojabohnen

Die Maisernte wird um 2,2 Prozent auf 13,8 Mio. t fallen, die von Sojabohnen um 9,2 Prozent auf 7,0 Mio. t. Die Haferproduktion werde voraussichtlich um 11,5 Prozent auf 3,3 Mio. t sinken. Einzig bei Gerste gibt es gegenüber 2017 einen leichten Zuwachs von 100.000 t auf 8,0 Mio. t zu verzeichnen, der allerdings nur durch eine Ausweitung der Anbaufläche um 11,5 Prozent möglich war.

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