Erste Ergebnisse

Schwieriger Drusch im Norden und Nordosten

Deutlich früher als in den Vorjahren und auch früher als erwartet hat die Ernte bei der Gerste begonnen. Das liegt vor allem an dem Wassermangel der vergangenen Wochen.

Die ersten Ergebnisse in Norddeutschland sind sehr verschieden. Im Osten und Nordwesten des Bundesgebietes sind die ersten Druschergebnisse enttäuschend. Neben geringen Erträgen wird vor allem von geringem Naturalgewicht gesprochen. Letzteres dürfte Auswirkungen auf den Preis haben. Zwischen der alten und der neuen Ernte wird es nach den derzeitigen Preisgeboten nur einen geringen Unterschied geben. Bei der Gerste liegen die Erzeugerpreise um die 165 €/t ab Hof in Schleswig-Holstein.

Der Weizenmarkt wird weiter durch die Trockenheit und die daraus erwarteten Schäden bestimmt. Für Brotweizen der neuen Ernte wird derzeit ein Preis im Bereich von 170 €/t bis 175 €/t ab Hof Ex Ernte 2018 geboten. Für den A-Weizen werden aktuell 6 €/t Prämie bezahlt. Viele Erzeuger spekulieren nun angesichts möglicher Qualitätseinbußen darauf, dass diese Schere zwischen A- und B-Weizen in den kommenden Wochen weiter auseinander gehen könnte.

Die ersten Ergebnisse der Rapsernte sind ernüchternd. Erträge von unter 30 dt/ha sind offenbar keine Seltenheit. „Einige Felder mit Raps werden nun wohl nur noch 50 Prozent bis 60 Prozent von den Mengen ernten, die noch vor einigen Wochen für möglich gehalten wurde“, hieß es in bei einem Landwirten aus Mecklenburg.

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