Dürre

Oder-Spree erntet 30 Prozent weniger

Heute soll es im Norden noch einmal richtig heiß werden. Für die nächsten Tage sind zwar Schauer gemeldet. Die werden auf den ausgetrockneten Böden aber kaum für Entspannung sorgen. 

Das Grünland dürfte sich nur langsam von der Trockenheit erholen. Dafür war sie zu lang und zu intensiv, hinzu kommt die Dauerhitze von über 35 Grad Celsius. Heute soll es in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg noch einmal richtig heiß werden. Für Donnerstag werden schwere Gewitter vorhergesagt, am Freitag kommt dann die Abkühlung mit Temperaturen von 25 Grad Celsius.

Hohe Ernteverluste werden in der Region Oder-Spree gemeldet. In diesem Jahr ernten die Landwirte nach Aussagen des Kreisbauernverbandes nur 117.000 t Getreide statt der üblichen 166.000 t. Das entspricht einem Ernterückgang von 30 Prozent. Hochgerecht auf das Land Brandenburg ergeben sich Ertragsausfälle bei Getreide und Raps von rund 130 bis 150 Mio. €.

Erste Tierverkäufe in Brandenburg

Noch extremer ist die Situation auf den Wiesen und Weiden und beim Ackerfutter. Der 1. Schnitt sinkt um die Hälfte, der 2. und 3. Schnitt ist überwiegend ausgefallen. Tierhalter sehnen den Wetterumschwung herbei, damit wenigstens die anstehende Maisernte noch halbwegs Erträge bringt. Doch die Pflanzen sind nur kniehoch, die Kolben nur rudimentär ausgebildet. Die fehlende Energie in der Silage führt dazu, dass die Milchleistung der Kühe sinkt und weniger Milch erzeugt wird. Erste Milchkuhhalter verkaufen ihre Tiere. In Brandenburg dürften die Tierzahlen bei Rindern und Schweinen in den nächsten Monaten weiter sinken.

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