Getreide

Bayern rechnet mit 11 Prozent Ernteeinbußen

Foto: mrs

Das Bayerische Landesamt für Statistik schätzt die Getreideernte im Freistaat auf 6,2 Mio. t. Vor allem bei Raps fällt die Bilanz schwach aus.

Extreme Wetterbedingungen haben auch in Bayern das Pflanzenwachstum und die Kornreifung negativ beeinflusst. Das ungünstige Wetter führt nach Ansicht der Berichterstatter sowohl im Vergleich zum Vorjahr als auch zum sechsjährigen Mittel zu einer Ernteeinbuße von rund elf Prozent. Diese ersten Schätzungen beruhen allerdings auf Angaben zum Berichtmonat Juni und den vorläufigen Ergebnissen der Bodennutzungshaupterhebung. Daher können sie nur als erste Näherungswerte herangezogen werden.

11,6 Prozent weniger Winterweizen

Nach Angaben des Landesamtes für sank der Durchschnittsertrag bei der flächenstärksten Getreideart Winterweizen auf 6,89 t. Das sind 9,7 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Beim Winterweizen errechnet sich eine Erntemenge von rund 3,4 Mio. t, 11,6 Prozent weniger als im Vorjahr.

Der Hektarertrag bei Wintergerste liegt voraussichtlich bei 6,33 t. Dies wäre ein Rückgang um 15,9 Prozent. Es errechnet sich eine Erntemenge von rund 1,5 Mio. t (- 15,2 Prozent zu 2017). Der durchschnittliche Naturalertrag bei Sommergerste liegt wohl bei 5 t. Trotz des niedrigeren Flächenertrags (- 7,6 Prozent zu 2017) wird durch Ausweitung des Anbaus auf rund 108.000 ha (+ 9,8 Prozent zu 2017) eine Erntemenge von rund 540.300 t (+ 1,5 Prozent zu 2017) prognostiziert. Der geschätzte Ertrag bei Roggen und Wintermenggetreide liegt bei 5,25 t, das ist ein Plus von 2,9 Prozent gegenüber 2017. Da zudem die Anbaufläche auf rund 36.300 Hektar (+ 8,3 Prozent) gestiegen ist, würde auch die Erntemenge deutlich um 11,7 Prozent auf 190.800 t zunehmen.

Rapsernte fast um 20 Prozent kleiner

Bei Winterraps sind dagegen spürbare Einbußen in Bayern zu erwarten. Der geschätzte Hektarertrag von 3,14 t unterschreitet den Vorjahreswert stark (- 17,8 Prozent). Die Winterrapsfläche beträgt voraussichtlich 116.900 ha (- 1,3 Prozent zu 2017) und liefert somit nur eine Erntemenge von lediglich rund 366.700 t (- 18,9 Prozent zu 2017).

Ende August 2018 werden erneut Ernteschätzungen im Freistaat vorliegen. 

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats