Getreideernte

Regen bringt Spanien hohe Erträge


Während weite Teile Europas unter Trockenheit litten, gab es in Spanien mehr Regen als gewöhnlich. Die Getreideerträge bewegen sich auf einem Rekordniveau.

Nach einer katastrophalen Ernte im vergangenen Jahr freuen sich die Landwirte in Spanien in diesem Sommer über rekordverdächtige Erträge. Die aktuellen Schätzungen für die Ernte liegen zwischen 9,0 und 10,0 Mio. t für Gerste und 6,0 und 7,3 Mio. t für Weizen. Die gesamte Wintergetreideproduktion mit Roggen, Triticale und Hafer könnte zwischen 16,5 und 20,6 Mio. t liegen, das wäre in jedem Fall deutlich mehr als die 12,0 Mio. t aus dem vergangenen Jahr.

Zur Aussaat im Herbst hatte wegen trockener Böden wenig Hoffnung auf eine gute Ernte geherrscht. Reichliche Frühjahrsniederschläge und milde Frühlingstemperaturen verlangsamten die Entwicklung der Pflanzen, verbesserten aber gleichzeitig die Ertragsaussichten. Der Beginn der Ernte verzögerte sich um gut drei Wochen.
Die Maisernte wird hingegen nur wenig vom günstigen Wetter profitieren, denn Mais wird fast ausschließlich auf bewässerten Flächen angebaut. Erwartet wird eine Maismenge von 3,4 Mio. t, sodass die gesamte Getreideernte mit 24 Mio. t das Rekordergebnis aus dem Jahr 2014 erreichen könnte.

Weiter hoher Importbedarf

Trotz der guten Ernte wird Spanien 2018/19 eine Rekordmenge von 17 Mio. t Getreide importieren, erwartet das spanische Büro des US-Agrarministeriums USDA. Gründe für den hohen Bedarf seien die im vergangenen Jahr abgeschmolzenen Bestände, die steigende Futtermittelnachfrage und die durch die verspätete Ernte entstandene Versorgungslücke. Wichtigster Verbraucher ist die Tierproduktion, für die rund 25 Mio. t Futtergetreide benötigt werden. Die hohen Niederschläge könnten die Mischfutternachfrage etwas dämpfen, falls ein besseres Wachstum auf den Weiden den Zukaufbedarf der Tierhalter verringert.

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