Getreideernte

Schwache Erträge in Dänemark


Bei den Nachbarn im Norden zeichnet sich eine ähnlich schwache Getreideernte ab, wie in weiten Teilen Norddeutschlands. Spannung herrscht bei der Qualität der Braugerste.

 

In Dänemark ist die Ernte von Wintergerste weitgehend abgeschlossen. Die Erträge streuen stark und liegen meist zwischen 4 und 7 t/ha. Auch beim Weizen zeichnen sich Ertragseinbußen ab, berichten dänische Erfassungshändler auf Anfrage von agrarzeitung.de. Die Erträge liegen bei 4 bis 8 t/ha und im Durchschnitt rund 20 Prozent unter den Vorjahresergebnissen. Aufgrund der kleineren Menge sind die Proteingehalte etwas höher als gewöhnlich. Der Raps bringt Erträge von 3 bis 4 t/ha.

Auch die erste Sommerbraugerste wurde bereits gedroschen. Aussagen zu Erträgen gestalten sich noch schwierig. Auffällig sind die recht hohen Proteingehalte. Wie weit die ersten angelieferten Partien für die gesamte Ernte repräsentativ sind, müsse aber noch abgewartet werden, schränken die Händler ein. Die Ertragserwartungen liegen um rund 25 Prozent unter dem Fünfjahresdurchschnitt. In dem derzeit festen Braugerstenmarkt sind Mindererträge in Dänemark bereits eingepreist. Sollte es bei der Qualität größere Probleme geben, könnte das aber zu einem weiteren Preissprung führen.

Für die Ernte sind die derzeitigen Witterungsbedingungen optimal. Auch in den kommenden Tagen soll es trocken bleiben, sodass die Landwirte keine Eile haben. Bis zum Wochenende sollte in Dänemark das meiste Getreide gedroschen sein.

In Norddeutschland warten die Landwirte weiter auf Regen. In Niedersachsen sind erst für das Wochenende kleinere Regenschauer vorhergesagt, die aber nicht ausreichen werden, die Maispflanzen mit der notwendigen Feuchtigkeit zu versorgen. Der Mais müsste jetzt viel Wasser bekommen, um noch durchschnittliche Erträge zu realisieren. Die für die kommenden Tage erwartete Hitze könnte den Pflanzen nachhaltig schaden und zu deutlichen Ertragseinbußen führen.

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