Frühkartoffelbilanz

Für die Grumbeere ist es gut gelaufen


Pfälzer  Frühkartoffelerzeuger ziehen eine  positive Erntebilanz. Anschlusssorten werden jetzt aber mit weniger Ertrag erwartet.

Während in vielen deutschen Anbauregionen starke Ernteeinbußen bei Frühkartoffeln gemeldet werden, sind die 300 Mitglieder der Erzeugergemeinschaft „Pfälzer Grumbeere“ mit der Frühkartoffelsaison 2018 zufrieden. Wie die Erzeugergemeinschaft mitteilt, kamen die frühen Pfälzer Kartoffeln trotz der langen und anhaltenden Hitzewelle in der Haupterntezeit im Juni und Juli in hervorragender Qualität und in ausreichenden Mengen auf den Kartoffelmarkt. Auf Grundlage der bisher gemeldeten Marktzahlen liegt die Erntemenge bei Frühkartoffeln aus Rheinhessen und der Pfalz mit rund 91.000 Tonnen weitgehend auf dem Vorjahresniveau von 91.200 Tonnen.

Nachdem die Auspflanzungen und das Wachstum der frühen Sorten sehr gut und vielversprechend verlaufen waren, konnte die Pfalz einen etwas früheren Rodebeginn melden: bereits Mitte Mai gab es aufgrund der günstigen Vegetationsbedingungen die ersten Kartoffeln für die Direktvermarktung ab Hof. Die eigentliche bundesweite Frühkartoffelvermarktung über den Lebensmitteleinzelhandel (LEH) begann Ende Juni und nahm auch nur langsam Fahrt auf. Es zeichnete sich jedoch schnell ab, dass der Erntevorsprung, den die Erzeuger im Südwesten traditionell gegenüber anderen  Anbauregionen haben, geringer ausfiel.

Die lange und weiterhin anhaltende Trockenheit hat allerdings flächendeckende Beregnungen erfordert. Eine sehr hohe Arbeitsbelastung und höhere Produktionskosten sind bis heute die Folge. Eine sehr gute Qualität der Knollen zeigt, dass sich dieser Einsatz lohnt.

Anschlusssorten mit weniger Ertrag

Für die weiteren Rodungen rechnet die Erzeugergemeinschaft allerdings mit Ernteeinbußen von 20 Prozent. Hält die Hitzewelle noch länger an, drohen den Erzeugern in Rheinhessen und der Pfalz besonders große Einbußen bei Speisekartoffeln. Der Vertragsanbau für Chipskartoffeln bleibt hingegen sichergestellt. Da die Abnehmerpreise mit einem Vorlauf von ein bis drei Jahren verhandelt werden, profitieren die Erzeuger nicht, wenn die Endverbraucherpreise für Chips und Pommes frites steigen sollten.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats