Lantmännen

Schweden benötigt Weizenimporte


So gut wie auf diesem Feld entwickelten sich in diesem Jahr nur wenige Weizenbestände in Schweden.
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So gut wie auf diesem Feld entwickelten sich in diesem Jahr nur wenige Weizenbestände in Schweden.

In Schweden sind die prozentualen Ernteeinbußen noch größer als in Deutschland. Probleme gibt es auch bei der Qualität, vor allem bei Braugerste.

Die Genossenschaft Lantmännen erwartet in Schweden eine Getreideernte von 4,2 Mio. t, das wäre das schlechteste Ergebnis seit 1992. Die Hektarerträge liegen um 30 Prozent unter dem Fünfjahresdurchschnitt. Hinzu kommt, dass wegen ungünstiger Witterungsbedingungen im Herbst die Winterweizenfläche um ein Viertel reduziert werden musste. Das gute Ergebnis aus dem Vorjahr (6,5 Mio. t) und der Fünfjahresschnitt (6,2 Mio. t) werden dadurch klar unterschritten.

Die Anbausaison sei außergewöhnlich gewesen, bilanziert die Genossenschaft. Der extrem feuchte Herbst im Jahr 2017 führte dazu, dass weniger Winterweizen gesät wurde. Auf den Winter folgte ein heißer und trockener Frühling. Einige Teile des Landes hätten sich dank lokaler Regenschauer besser als andere entwickelt, aber im Großen und Ganzen habe die Landwirtschaft in ganz Schweden gelitten.


„Es besteht ein großes Risiko, dass wir nicht in der Lage sein werden, die angeforderten Mengen und die erforderliche Qualität zu liefern“, befürchtet Mikael Jeppsson, Leiter der Getreideabteilung bei Lantmännen. Bei Braugerste erwartet Jeppsson Probleme mit zu geringen Naturalgewichten und zu hohe Proteingehalten. Wegen der geringeren Erntemenge werde Schweden stärker von Weizenimporte abhängig sein und vom Nettoexporteur zum Nettoimporteur werden.

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