Märkte am Mittag

Gute Gerstenerträge im Westen

Unter optimalen Bedingungen startet in Nordrhein-Westfalen die Gerstenernte. Erträge und Qualitäten sind gut. Sorgen bereiten die Entwicklung der Maispflanzen.

Nach der extremen Hitze zu Wochenbeginn, sind die Temperaturen im Westen wieder gesunken. Auf den leichteren Standorten im Münsterland und am Niederrhein läuft die Gerstenernte an. Mit den Erträgen und Qualitäten sind die Landwirte zufrieden. Landhandel und Mischfutterindustrie zahlen in den Westfalen frei Lager Preise von 160 bis 165 €/t. Franko werden ex Ernte in Südoldenburg und Westfalen 167 bis 168 €/t, in den Niederlanden 166 €/t und am Niederrhein 159 €/t genannt.

Beim Weizen bestehen weiter Bedenken, dass die Hitze Schäden hinterlassen könnte. Zudem sind für die kommenden 14 Tage keine nennenswerten Niederschläge in Sicht. Dies könnte vor allem für die noch relativ kleinen Maispflanzen zum Problem werden. Eine weitere schwache Ernte würde die Rinderhalter hart treffen.

Der Weizenmarkt ist sehr ruhig. Vorne kommen immer wieder kleinere Mengen auf den Markt, weil Läger geräumt werden müssen. Der Konsum hält sich zurück, weil derzeit mit einem frühen Erntebeginn gerechnet werden kann. Die neue Ernte wird auf einem unveränderten Niveau besprochen. Es fehlt aber an Angeboten aus der Landwirtschaft und die Mischfutterindustrie im Nordwesten zeigt für den Termin September bis Dezember nur wenig Kaufinteresse.

An den Börsen kann bis zum Mittag nur Weizen Gewinne verbuchen. In Paris legen der September und Dezember um jeweils 1,00 € auf 183,75 und 188,25 €/t zu. In Chicago gewinnt Soft Red Winter 6,75 Cent auf 550,5 Cent/bushel (177,92 €/t). Mais gibt einen halben Cent auf 442,75 Cent/bushel (153,30€/t) ab. Sojabohnen verlieren 1 Cent auf 893,25 Cent/bushel (288,6 €/t). Matif-Raps notiert unverändert bei 365,50 €/t.

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