MARS-Report

Kalter Mai hilft Beständen


Jeden Monat gibt der EU-Prognosedienst MARS eine Übersicht über die Entwicklung der Getreidebestände in Europa.
Foto: Grafik MARS / Screenshot az
Jeden Monat gibt der EU-Prognosedienst MARS eine Übersicht über die Entwicklung der Getreidebestände in Europa.

Der EU-Prognosedienst MARS bestätigt Erwartungen an eine überdurchschnittliche Getreideernte in Europa. Doch im Detail ergibt sich ein gemischtes Bild.

Kühle und kältere Temperaturen in weiten Teilen von Europa waren vorteilhaft für die Entwicklung der Getreidebestände. Das geht aus dem aktuellen Bericht des EU-Prognosedienstes MARS für Juni hervor. Niederschläge wirkten sich positiv auf die Ertragsentwicklung bei Wintersaaten in jenen Gebieten aus, die im April noch unter Trockenheit gelitten haben. Dazu zählen laut MARS-Report der Südosten des Vereinigten Königsreichs, die Niederlande, Norddeutschland, Polen, Dänemark, Schweden die baltischen Staaten und Finnland. Bestände in Nordwestdeutschland und den östlichen Niederländen bräuchten in den kommenden Wochen noch überdurchschnittliche Niederschläge, heißt es dazu.

Zu trocken in Spanien und Portugal

Weniger positiv sind die Aussichten auch für Spanien und Portugal. Dort war es laut MARS in den vergangenen Wochen zu heiß und zu trocken. Die Ertragserwartungen bei den wichtigsten Wintergetreidearten würden darunter leiden. Andernorts, zum Beispiel in Italien, Slowenien, der Tschechei und Österreich, habe die Kombination aus kalten Temperaturen und ergiebigem Regen die Entwicklung der Sommergetreidebestände verzögert. Eine weitere Begleiterscheinung des kalten und nassen Wetters sei erhöhter Krankheitsdruck.

Bei Weichweizen, Wintergerste, Roggen, Triticale und Körnermais prognostiziert der MARS-Report für die Ernte 2019 überdurchschnittliche Erträge gemessen am fünfjährigen Mittel. Raps und Wintergerste hingegen erreichen den mehrjährigen Schnitt nicht.

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