Mecklenburg-Vorpommern

Getreidefelder in Flammen

Die Getreideernte in Mecklenburg-Vorpommern hat begonnen - so früh wie seit vielen Jahren nicht mehr. Es werden Ertragsausfälle bis zu 30 Prozent erwartet.

Vereinzelt war wegen der Trockenheit auf einigen Feldern das Getreide schon vor der Ernte gehäckselt worden, um es zu verfüttern. Insgesamt 127.000 ha Wintergerste müssen Mecklenburg-Vorpommern geerntet werden, ehe es nach einer kurzen Unterbrechung auf die Raps- (204.000 ha) und die anderen Wintergetreidefelder (286.000 ha) geht. Die Schätzungen über Ertragsausfälle liegen bei bis zu 30 Prozent. 

Die extreme Trockenheit führt auch zu einer hohen Brandgefahr während der Drescharbeiten. In der Umgebung von Pasewalk kam es in dieser Woche zu Bränden. Funken von aufeinander­schlagenden Steinen hatten das extrem trockene Getreide entzündet. Das Feuer griff durch aufkommende Winde schnell um sich, so dass jeweils zehn Hektar in Flammen standen.  Mehrere Feuerwehren mussten ausrücken, um ein Übergreifen auf Wälder und Bahnanlagen zu verhindern. Gerade in dieser Region besteht - trotz Niederschläge - noch die Waldbrandgefahrenstufe vier. Landwirtschaftsminister Backhaus fordert deshalb die Landwirte auf, für die Drescharbeiten zur Brandbekämpfung Wasser und Pflug bereitzuhalten.

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