Niedersachsen

Furcht vor schwachen Qualitäten

In Niedersachsen ist die Gerste auf den leichten Standorten reif. Bei trockenem Wetter können Morgen die Mähdrescher starten.

Der Beginn der Gerstenernte hat sich im Nordwesten durch Niederschläge verzögert. Kleine Mengen waren schon vor dem Wetterumschwung in der vergangenen Woche angeliefert worden, danach hatte die kalte und nasse Witterung die Ernte unterbrochen. Im westlichen und mittleren Niedersachsen wird auf den leichten Böden mit keinen guten Erträgen und Qualitäten gerechnet. Insgesamt ist das Bild, das die Bestände abgeben, genauso heterogen wie die Niederschlagsverteilung in den vergangenen Wochen. Mit Spannung wird erwartet, wie sich das ungewöhnlich heiße Wetter auf die Hektilotergewichte ausgewirkt hat.

Am Dienstag und Mittwoch dürfte die Gerstenernte zwischen Ems und Weser in einem größeren Umfang starten. Danach könnte sich ohne große Unterbrechungen, die Raps- und Weizenernte anschließen, denn viele Bestände sind in der Entwicklung deutlich weiter als in den Vorjahren. Einig sind sich alle Beteiligten, dass die Rapserträge erneut enttäuschen werden. Beim Weizen gibt es lokal unterschiedliche Einschätzungen von „durchschnittlich“ bis „katastrophal“. Die Kaufideen der Mischfutterwerke im westlichen Niedersachsen liegen für Gerste ex Ernte frei Mischfutterwerk bei 165 bis 170 €/t. In den weiter östlich gelegenen Regionen liegen die vom Erfassungshandel herausgehaltenen Preise je nach Transportentfernung bei 150 bis 160 €/t.

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