Niedersachsen

Mais erholt sich nach dem Regen


Die Futterbaubetriebe im Nordwesten fürchten trotz der jüngsten Niederschläge große Verluste. Die Einbußen bei Raps und Getreide sind östlich der Weser besonders groß.

In Niedersachsen haben die Regenfälle der vergangenen Woche in den Maisbeständen zunächst das Schlimmste verhindert. Nachdem sich die Pflanzen gut entwickelt hatten, zeigten sie seit Anfang Juli wachsende Anzeichen von Trockenstress. In der vergangenen Woche fielen zum Teil recht ergiebige Niederschläge von über 40 l/qm die den Pflanzen gut getan haben.

Der Regen war allerdings sehr unterschiedlich verteilt. In Ostfriesland blieb es zum Beispiel weitgehend trocken. Dort hat es Anfang Mai zuletzt nennenswerte Niederschläge gegeben. Die Rinderhalter fürchten erhebliche Einbußen beim Grundfutter. Nach dem noch recht guten ersten Schnitt, ist das Gras kaum noch gewachsen. Viel Grünlandflächen sind gelb gefärbt. Milchviehbetriebe haben bereits mit der vorzeitigen Schlachtung von Kühen reagiert. Der Landhandel rechnet damit, dass in diesem Jahr in der Region kein Körnermais produziert wird, weil der Silomais als Rinderfutter und Rohstoff für die Biogasanlagen benötigt wird.


Die Ernte von Wintergerste ist abgeschlossen. Die Erträge schwanken stark. Westlich der Weser liegen die Einbußen bei rund 20 Prozent. Auf den leichten Standorten östlich der Weser sprechen Landwirte von einer Missernte mit Verlusten von teilweise über 50 Prozent. Mit ähnlichen Ergebnissen wird auch bei Roggen, Triticale, Weizen und Raps gerechnet. Über das Wochenende haben die Landwirte die Ernte unterbrochen, weil bei schönem Wetter in vielen Dörfern die Schützenfeste lockten. Für diese Woche wird gutes Erntewetter vorhergesagt, sodass die Arbeiten ohne Stress und Hektik fortgesetzt werden können.

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