Ölsaaten

Ufop erwartet weiteren Rückgang beim Raps


Die Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen prognostiziert eine noch schwächere Rapsernte als im Vorjahr. Gleichzeitig sei die Nachfrage nach Biodiesel ungebrochen.

Aufgrund der ungünstigen Vegetationsbedingungen, die den Winterraps schon seit der Aussaat begleiten, wird es 2019 in Deutschland nur eine kleine Rapsernte geben, so die Ufop in einer Mitteilung. Die Schätzung liegt bei rund 3,1 Mio. t, das wären noch einmal 17 Prozent weniger als im bereits schwachen Vorjahr und die kleinste Winterrapsernte seit 21 Jahren, so der Verband.

Gleichzeitig sei die Nachfrage in Deutschland nach Raps groß. 2018 wurden allein in Deutschland 3,2 Mio. t Biodiesel hergestellt. Laut dem Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB) waren die wichtigsten Rohstoffe Rapsöl mit einem Anteil von knapp 60 Prozent sowie Altspeiseöle und -fette mit einem Anteil von 27 Prozent. Diese stammten aus Sammlungen (u.a. Küchen, Restaurants), die abfallrechtlich vorgeschrieben sind. Soja- und Palmöl spielten als Rohstoff eine vergleichsweise kleine Rolle. Tierische Fette, Fettsäuren und anderen Rohstoffe machten zusammen 5 Prozent aus.

Der in Deutschland produzierte Biodiesel deckt vor allem die Nachfrage der Mineralölfirmen ab und belief sich im Vorjahr laut BAFA auf 2,3 Mio. t. Diese müssen – wie im Vorjahr – eine Treibhausgasminderungspflicht von 4 Prozent erfüllen. Diese Verpflichtung steigt laut Ufop ab 2020 auf 6 Prozent. Damit sei absehbar, dass der Rapsölbedarf zur Biodieselherstellung auch im kommenden Jahr höher sein werde, denn gleichzeitig soll die Menge von Biodiesel aus Palmöl mit dem Jahr 2019 eingeschrenkt werden.

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