Ernte 2014

Österreich hat begehrten Weizen

Weitgehend beendet ist in Österreich die Getreideernte. Etwas Roggen im Waldviertel steht noch auf dem Halm. Auch die Sommergerste ist noch nicht komplett durch. Und der Mais fehlt noch. Eine Rekordernte sei es nicht, aber eine "mengenmäßig sehr gute Ernte", lautet die erste Bilanz der Agrarmarkt Austria (AMA) in Wien. Insgesamt könnten 2014 mehr als 3,2 Mio. t Getreide (ohne Mais) gedroschen worden sein, Die Menge wäre rund 10 Prozent höher als im Vorjahr und läge auch deutlich über dem langjährigen Durchschnitt.

Hohe Weizenerträge

Zufrieden sind die österreichischen Landwirte mit der Weizenernte. Sie hat auf einer leicht ausgedehnten Fläche deutlich höhere Erträge als 2013 gebracht. Die AMA errechnet eine Erntemenge von knapp 1,7 Mio. t Weichweizen und damit 9 Prozent mehr als im Vorjahr. Regional sind die Erträge sehr unterschiedlich, aber im Bundesdurchschnitt liegen sie über den Erwartungen, stellt die AMA fest. Damit verbunden ist jedoch ein geringerer Eiweißgehalt des österreichischen Weizens, der im Vorjahr sehr hohe Werte gebracht hatte.

Nach derzeitigem Stand wird es in Österreich 20 Prozent Premiumweizen, 40 Prozent Qualitätsweizen sowie 40 Prozent Mahl- und Futterweizen geben. Die AMA rechnet damit, dass besonders der Aufmischweizen in anderen EU-Ländern gefragt sein wird.

Mais und Sojabohnen reifen

Für Mais rechnet die AMA aus heutiger Sicht mit einem "mengenmäßig sehr positiven Ergebnis". Im Vorjahr waren schwache Maiserträge gedroschen worden. Spannend wird in Österreich auch das Ergebnis der Sojabohnenernte, das noch aussteht. Nach Angaben der AMA wachsen Sojabohnen in Österreich in diesem Jahr auf fast 43.700 ha. Die Fläche hat sich seit 2005 mehr als verdoppelt. Österreich ist hinter Italien, Rumänien und Frankreich das viertgrößte EU-Anbauland für Sojabohnen. (db)
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