Schwache Ernten wird es in diesem Jahr in Nord- und Ostösterreich geben. Die Gesamternte wird niedriger als im Vorjahr ausfallen. Die Kornkammer Österreich mit den Bundesländern Niederösterreich, Burgenland und Wien wird in dieser Ernte ihrem Namen nicht gerecht. Trockenheit-, Hagel- und Frostschäden haben den Beständen stark zugesetzt. Die üblichen Erträge von 5 bis 7 t/ha werden nach Angaben der Landwirtschaftskammer Österreich nicht erreicht werden.

Vorsichtige Schätzungen gehen in Östereich von einer Getreideernte von knapp 2,6 Mio. t gegenüber 3,2 Mio. t im Vorjahr aus. Der durchschnittliche Hektarertrag wird mit etwa 4,4 (5,5) t/ha angegeben. Trockenheit und Fröste hätten vor allem dem Weizen und der Sommergerste stark zugesetzt. Die Folge ist eine schwache Bestandsentwicklung, die zu Ertragsrückgängen von 30 bis 40 Prozent führen wird. Eine normale Erntemenge wird dagegen in Niederösterreich erwartet, dort kamen die Niederschläge genau zum richtigen Zeitpunkt.

Überrascht waren die Experten auf der Getreiderundfahrt der Landwirtschaftskammer in dieser Woche über die guten Qualitäten der bereits gedroschenen Kulturen. Ein Proteingehalt von 18 Prozent und ein Hektolitergewicht zwischen 79 und 82 kg bei Weizen kann sich sehen lassen. Bei Wintergerste sind die Ergebnisse sehr unterschiedlich und reichen von 1 bis 5 t/ha. Bei Raps seien in Österreich Ergebnisse von 1 bis 3 t/ha möglich. (az)
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