Proberodung

In einigen Regionen hohe Rübenerträge

Bei den Rübenerträgen geht die Schere weit auseinander. Regionen mit Spitzenergebnissen finden sich ebenso wie historisch niedrige Tiefs. Für eine Ernteprognose ist es aber noch zu früh.

Im bundesweiten Monitoring des Zuckerrübenzüchters Strube fallen zurzeit Standorte in Südbayern und Söllingen positiv aus dem Rahmen. Dort werden Rübenerträge und Zuckergehalte erzielt, die deutlich über dem langjährigen Mittel liegen. Der Bereinigte Zuckerertrag übertrifft den Mehrjahresdurchschnitt in Söllingen sogar um 31 Prozent, in Plattling sind es immerhin noch 23 Prozent.

Trockenheit und Krankheitsbefall

Auf der anderen Seite zeigen Standorte in Querfurt (Sachsen-Anhalt) ein trauriges Bild. Dort kommen nach Angaben der Strube-Rübenexperten zur Trockenheit auch noch die Folgen extremen Befalls durch die Rübenmotte, einhergehend mit Sekundärinfektionen durch pathogene Pilze. Die Folge: die Zuckergehalte sind zwar extrem hoch, aber die Rübenerträge historisch niedrig. In der Kombination liegt der aktuelle Bereinigte Zuckerertrag in Querfurt 29 Prozent unter dem mehrjährigen Mittelwert.

Das Rheinland liegt ertraglich im Mittelfeld und erzielt ebenfalls hohe Zuckergehalte. Im Bereinigten Zuckerertrag ergibt sich aktuell aber ein Rückgang um 10 Prozent in Relation zum langjährigen Mittel.

Riesige Schwankungsbreite auf Einzelflächen

Auffällig ist nach Angaben der Strube-Rübenfachleute die enorme Schwankungsbreite der Einzelflächen, die beprobt werden. Im Rheinland beträgt die mittlere Schwankungsbreite 35 Prozent, in Söllingen 32 Prozent und in Querfurt „riesige 50 Prozent“, heißt es im aktuellen Überblick zu den Proberodungen. Gering sind dagegen die Abweichungen in Bayern. „Eine belastbare Prognose wäre zum jetzigen Zeitpunkt immer noch zu gewagt. Das Wetter entscheidet, wie es weiter geht“, lautet das Fazit bei Strube in Söllingen.

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