Proberodungen

Zuckerrüben fehlt Masse und Zucker


Jetzt geht es darum, dass die Rübenkörper - und nicht das Blatt - einen Wachstumsschub erreichen.
Foto: Jennifer Kolling/pixelio.de
Jetzt geht es darum, dass die Rübenkörper - und nicht das Blatt - einen Wachstumsschub erreichen.

In Niedersachsen zeichnet sich eine unterdurchschnittliche Rübenernte ab. Die Trockenheit hat offenbar ihre Spuren hinterlassen.

Proberodungen auf Niedersachsens Feldern zeigen zum aktuellen Zeitpunkt, dass die diesjährige Zuckerrübenernte voraussichtlich unter dem Durchschnitt liegen wird. Dr. Heinrich-Hubertus Helmke, Geschäftsführer des Dachverbandes Norddeutscher Zuckerrübenanbauer (DNZ), führt die Einbußen auf die Trockenheit zurück. Zwar gibt es im südlichen Niedersachsen Regionen, wo es mehr geregnet hat, doch in den Kernanbaugebieten mit der Braunschweiger und Hildesheimer Börde sowie dem Calenberger Raum ist wochenlang kein nennenswerter Regen gefallen. „Auch wenn im nördlichen Bereich rund um Uelzen beregnet werden kann, hängt es vom zur Verfügung stehenden Wasserkontingent und den jeweiligen Landkreisen ab, ob und wie viel beregnet wurde“, erklärt Helmke.

Erst kühle Nächte fördern die Zuckerbildung

Viel Sonne bedeutet zudem nicht viel Zucker in der Rübe. Der Zuckergehalt ist ebenso wie die Erntemenge im Moment noch nicht absehbar. Die Rübe bildet den Zucker erst aus, wenn es tagsüber warm und nachts kalt ist. Das ist jetzt Ende August der Fall. „Wenn es jetzt aber viel regnet, dann geht das Wachstum in die Blätter und reduziert den Zuckergehalt“, nennt Helmke einen weiteren Grund, warum süße Rüben noch nicht garantiert sind.

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