Qualitätsanalysen

Proteingehalte stimmen in Frankreich

Mit der Qualität der Getreideernte 2018 können die Franzosen zufrieden sein, zeigen erste offizielle Analysen. Die Menge liegt im Mittelfeld. Raps enttäuscht dagegen durchweg.

 

Die französischen Landwirte haben 2018 eine Getreideproduktion eingebracht, die etwas unter dem Fünfjahresdurchschnitt liegt. Deutlich abfallen wird allerdings der Körnermais, zeigt die erste Maisschätzung der Statistikabteilung des Agrarministeriums in Paris (Agreste).

Für Weichweizen, Wintergerste und Sommergerste haben die französischen Institute France AgriMer und Arvalis jetzt auch erste Qualitätsergebnisse bekannt gegeben. Ihr Fazit: Es wird mit dieser Ernte möglich sein, die Bedürfnisse aller Nutzer in den verschiedenen Marktsegmenten zu erfüllen. Als „sehr zufriedenstellend“ beurteilen die Institute den Proteingehalt des Weichweizens. Er liegt in der Regel höher als 11,5 Prozent, häufig sogar über 12 Prozent. Außerdem erreichen die spezifischen Gewichte durchweg mehr als 76 kg/hl. Die Fallzahlen der Ernte 2018 sollten ebenfalls alle Anforderungen erfüllen.

Bei Wintergerste sind die Hektolitergewichte etwas niedrig bis allenfalls mittel. Für Winterbraugerstensorten berichtet Arvalis von vorteilhaften Proteingehalten zwischen 10 und 11 Prozent. Sommerbraugerste erfreut in Frankreich ebenfalls mit regionalen Durchschnittswerten für das Protein von 9,5 bis 10,8 Prozent. Die Vollgerstenanteile der Sommergerste beurteilen die Institute als „gut bis sehr gut“.

„Produktion im Niedergang“

Bei Raps berichtet der Ölsaatenverband Terres Inovia allerdings  von einer „Produktion im Niedergang“. Die französische Ernte 2018 ist mit 4,6 Mio. t niedrig. Besonders enttäuscht sind die französischen Landwirte 2018 vom nationalen Durchschnittsertrag, der nach der Branchenschätzung 3,1 t/ha beträgt. Agreste hatte zu Wochenbeginn nur 3,0 t/ha genannt. Zur Qualität liegen allerdings noch keine Ergebnisse vor.

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