Sachsen-Anhalt

Ernte fast beendet


In Sachsen-Anhalt sind die meisten Felder bereits gemäht.
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In Sachsen-Anhalt sind die meisten Felder bereits gemäht.

Noch nie hat die Getreide- und Rapsernte in Sachsen-Anhalt so zeitig begonnen. Bereits Mitte Juli ist fast alles eingebracht - drei Wochen früher als üblich.

Der Landesbauernverband in Sachsen-Anhalt teilt nach einer aktuellen Umfrage unter Mitgliedsbetrieben ein verheerendes Ergebnis mit. Im Vergleich zum mittleren Ertrag der Jahre 2011 bis 2016 wurde bei Gerste, Roggen und Weizen zwischen 25 und 46 Prozent weniger geerntet. Am niedrigsten waren die Erträge mit 2,5 t/ha bei Roggen. Weizen lag im Schnitt bei 4,2 t/ha.
Raps ist in Sachsen-Anhalt in der Regel eine stabile Kultur. Erträge um 4 t/ha wurden auch auf leichten Standorten eingebracht. In diesem Jahr lag der Minderertrag mit 2,5 t/ha 36 Prozent unter dem langjährigen Mittel. Viele Betriebe haben weniger als 2 t/ha Raps geerntet.

Mittlerweile alle Kulturen betroffen

Extreme Dürre und hohe Temperaturen machen allen Kulturen zu schaffen. Das kennzeichnet die Ausnahmesituation in diesem Jahr. Rüben haben bisher kaum einen Rübenkörper angesetzt, die Kartoffelbestände fallen zusammen, der Mais wächst seit Wochen nicht weiter und hat oft keine Kolben angesetzt. Auch bei den Sonderkulturen, wie Zwiebeln und Arznei- und Gewürzpflanzen zeichnen sich Missernten ab. Feldgemüse wächst auch unter Beregnung nur schlecht.

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