Siloertrag sichern

Manch ein Bestand wird gehäckselt

Die ersten Druschergebnisse bei Gerste im Norden und Osten stimmen Marktteilnehmer wenig optimistisch. Vereinzelt dreschen Landwirte gar nicht mehr, sondern häckseln gleich.

Nicht nur im Süden und entlang der Rheinschiene laufen die ersten Erntearbeiten. Auch im Nordwesten und Nordosten, in Niedersachsen, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt wurde schon Gerste vom Feld geholt. Der weit überwiegende Teil dieser frühen Ernte fällt bei den Hektolitergewichten in den Bereich unter 60 kg/hl bis 50 kg/hl, heißt es von Marktteilnehmern aus den Gebieten. Auch Außreißer nach unten mit 48 kg/hl sowie nach oben mit 63 kg/hl sind dabei.

Hoffnung auf Beregnungsmaßnahmen

In den von Trockenheit besonders geschädigten Gebieten würden vereinzelt auch Roggen-, Gersten- und Triticalebestände gehäckselt, weil die Ertragserwartungen der Landwirte im Keller seien, heißt es. „So will man sich wenigstens den Siloertrag sichern“, heißt es von Marktteilnehmern.

Auch für die Weizenbestände im Norden sind Beobachter wenig optimistisch gestimmt. Wo Felder künstlich beregnet werden konnten, wurde dies mehrfach getan. Und dort könne man vielleicht noch ein wenig Ertrag und Qualität sichern, heißt es dazu.

Unterdessen haben einige Regionen in Frankreich ein anderes Problem: Dort hat es so heftig geregnet, dass in den Gersten- und Weizenbeständen Fusarienbefall für Diskussionsstoff sorgt. Das Thema fand bereits im Report des EU-Prognosedienst MARS von Montag Berücksichtigung und wurde jetzt durch Marktteilnehmer bestätigt.

 

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