Sofortprogramm Dürre

Polen beschließt Dürrehilfen


Jan Krzysztof Ardanowski (links) und Polens Premier Mateusz Morawicki bei der Bekanntgabe der Hilfen.
Foto: MinRol Warschau
Jan Krzysztof Ardanowski (links) und Polens Premier Mateusz Morawicki bei der Bekanntgabe der Hilfen.

Die polnische Regierung greift in die Staatskasse, um dürregeschädigten Bauern zu helfen. Der Agrarminister gibt die Höhe der Hilfen bekannt.

Agrarminister Jan Krzysztof Ardanowski veranstaltete am Dienstag zusammen mit Polens Premier Mateusz Morawicki auf einem Acker eines geschädigten Landwirts eine Pressekonferenz. Beide gaben dort bekannt, dass die Regierung in Warschau Ausgleichszahlungen für Dürreschäden beschlossen hat. Eine entsprechende Verordnung wird voraussichtlich noch im August in Kraft treten. Anträge stellen können dann landwirtschaftliche Erzeuger, die wegen der Dürre mindestens 30 Prozent Ausfälle nachweisen können. Wenn die Schäden mehr als 70 Prozent ausmachen, können Landwirte einen direkten Zuschuss bis zu 1.000 Zloty/ha erhalten, berichtet die polnische Presseagentur PAP ergänzend. Umgerechnet wären das etwa 230 €/ha. Der Ausgleich für Ausfälle zwischen 30 und 70 Prozent wird ermittelt, sobald die vollständigen Schadensmeldungen aus den betroffenen Gemeinden vorliegen, kündigte Ardanowski an.

Für alle Dürrehilfen will die Warschauer Regierung 2018 im Staatshaushalt einen Betrag von 800 Mio. Zloty bereitstellen. Umgerechnet mit dem aktuellen Kurs von 4,28 entspricht der Betrag knapp 190 Mio. €. Nach Angaben des Ministeriums ist der größte Anteil von knapp 700 Mio. Zloty für die direkten Beihilfen an Landwirte mit nachgewiesenen Schäden von mehr als 30 Prozent vorgesehen. Weitere 60 Mio. Zloty sind für Zinsstundungen bei öffentlich geförderten Darlehen eingeplant. Schließlich stellt sich Regierung auf einen Bedarf von 25 Mio. Zloty ein, der für Zinszuschüsse für Darlehen für die Wiederaufnahme der Produktion abgerufen wird.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats