Sommergerste

Unterdurchschnittliche Erträge in Thüringen


In Thüringen wird weniger Braugerste geerntet. Die Qualitäten stimmen.
Foto: dg
In Thüringen wird weniger Braugerste geerntet. Die Qualitäten stimmen.

Die Landwirte in Thüringen rechnen nur mit einer unterdurchschnittlichen Sommergerstenernte in diesem Jahr.

Eine späte Aussaat, Trockenperioden und Hitze im bisherigen Wachstumsverlauf haben in Thüringen zu schwachen Beständen und Schäden an der Sommergerste geführt. Das ist das Fazit der diesjährigen Thüringer Braugerstenrundfahrt heute im Saale-Orla-Kreis. Im langjährigen Mittel werden in diesem Bundesland 5,6 bis 6,0 t /ha geerntet. Für diese Ernte rechnen Teilnehmer der Rundfahrt mit etwa 20 Prozent weniger Ertrag. Die Schläge auf der Rundfahrt präsentierten sich allerdings recht gut.

Die Winterbraugerste ist im Norden Thüringens bereits gedroschen. Die Eiweißwerte liegen im oberen Bereich. Die Erträge werden auch hier mit rund 20 Prozent weniger bewertet. Winterfuttergerste zeigt ebenfalls schwächere Erträge, dafür aber sehr gute Hektolitergewichte von bis zu 70 kg.

Mit hohem Importbedarf ist zu rechnen

Bereits in normalen Jahren werden rund 50 Prozent des Bedarfs an Sommergerste für die Malzindustrie in Deutschland importiert. Im vergangenen Jahr fiel die Ernte qualitativ schwach aus. Die noch vorhandenen Bestände sind daher niedrig.

In diesem Jahr werden die Ernten in Nordeuropa aufgrund der Trockenheit schwächer ausfallen. Das notwendige Angebot wird fehlen. Die Mälzereien sind gut ausgelastet. In Thüringen wurden in diesem Jahr 4.000 ha mehr Sommerbraugerste als 2017 und damit 29.000 ha angebaut. 

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