Im Rheinland und der Eifel hat die Weizenernte gerade erst begonnen. Regenfälle sorgen derzeit für Stillstand. Zum Wochenende könnten die Mähdrescher voraussichtlich wieder ihre Runden drehen.

Zwar ist bisher nur wenig Weizen im Rheinland und der Eifel geerntet worden. Doch das Bauchgefühl von Marktteilnehmern deutet daraufhin, dass die Erträge mit 7 bis 8 t/ha besser als im vergangenen Jahr ausfallen werden. Bisher weisen die geernteten Partien schwache Fallzahlen auf, die Hektolitergewichte sind hingegen in Ordnung. Die Wintergerste ist hingegen fast komplett geerntet, es fehlen lediglich noch um die 5 bis 10 Prozent der Flächen. Im Gegensatz zu den Weizenerträgen liegen die Gerstenerträge mit 8,5 t/ha um rund 10 Prozent unter denen des vergangenen Jahres. Die Qualitäten sind in Ordnung, Hektolitergwichte liegen am oberen Rand zwischen 67 und 68 kg/hl. Die Rapsernte ist fast zur Hälfte abgeschlossen. Erträge sind wie auch in anderen Regionen Deutschlands, vor allem im Norden und Osten, unterdurchschnittlich. Sie liegen zwischen 3,5 und 3,6 t/ha. Auch die Ölgehalte sind mit durchschnittlich 42 Prozent niedriger als im vergangenen Jahr.

Am Niederrhein wird die Lage düsterer beschrieben. Es wird rund 15 Prozent weniger Weizen erwartet. Da die Gerstenernte bereits abgeschlossen ist, steht fest, dass die Mengen um 15 Prozent unterhalb des Vorjahres liegen. Beide Getreidearten weisen allerdings gute Hektolitergewichte auf. Marktteilnehmer erklären, die Region habe in dieser Vegetationsperiode stark unter Trockenheit gelitten. Für Raps wird die Lage am heftigsten beschrieben: Die Erträge lägen teilweise um 50 Prozent unter Vorjahr, das entspricht lediglich einer Ausbeute von 2 t/ha. Allerdings trifft es nicht alle Regionen am Niederrhein derart hart. Glimpflich davongekommen sind diejenigen, die lediglich mit 20 Prozent Verlusten rechnen können. Die Ölgehalte sind mit 42 Prozent ähnlich niedrig wie im Rheinland und Niedersachsen.



Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats