Süddeutschland

Weizen überzeugt mit Proteinwerten

Wintergerste im Süden und Südwesten Deutschland zeigt gute Qualitäten und schwache Erträge. Bei Weizen wird mehr A-als B-Ware angeliefert.

Die Futtergerstenernte in Rheinhessen und entlang des Oberrheins weist sehr unterschiedliche Erträge auf. Gute bis enttäuschende  Ergebnisse sind vertreten. Selbst auf guten Böden, die das Wasser halten können, fallen die Erträge nicht immer gut aus. Marktteilnehmer gehen davon aus, dass dieses Ergebnis der kurzen Vegetationsperiode geschuldet sein könnte. Es wird von einer normalen bis leicht unterdurchschnittlichen Ernte ausgegangen. In Bayern ist die Rede von zehn bis fünfzehn Prozent weniger Gerste als in anderen Jahren. Erträge von 4,0 bis 8,0 t /ha werden genannt. Die Hektolitergewichte können sich mit Werten von 64 bis 70 kg sehen lassen.

Die Weizenanlieferungen im Süden Deutschlands weisen hohe Eiweißwerte auf. „ Es wird mehr A-als B-Weizen angeliefert“, so ein Marktteilnehmer, ohne einen repräsentativen Anspruch zu haben. Die Erträge fallen unterdurchschnittlich und sehr sortenspezifisch aus. Reiner Futterweizen fällt bisher kaum an. Im Kraichgau ist bereits etwa 50 Prozent des Weizens eingebracht. Die Erträge werden als zufriedenstellend, wenn auch leicht unter Vorjahr eingeschätzt.  Ein endgültiges Bild ist noch nicht zu erstellen.  Es gibt sehr hohe Differenzen aufgrund unterschiedlicher Niederschläge. Auch die Qualitäten werden als sehr breit streuend bezeichnet. Dennoch sind die Hektolitergewichte und Fallzahlen in Ordnung. Die Eiweißwerte liegen  auch hier über den Vorjahresergebnissen.

Braugerste im Süden Deutschlands kann Eiweißwerte von 9,5 bis 12,0 Prozent vorweisen.  Der Anteil an Vollgerste liegt bei 90 bis 96 Prozent. Die Erträge bewegen sich  bisher rund zehn Prozent unter dem Durchschnitt von 5,5 t /ha. Im Kraichgau konnten bis jetzt von 5,0 bis 7,0 t /ha eingefahren werden.

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