Südwesten Deutschlands

Top Qualitäten bei kleineren Erträgen


Regen hat es im Südwesten Deutschlands nur sehr regional gegeben. Die Ernte kann zügig fortgesetzt werden. Entspannte Landwirte liefern gute Qualitäten ab.

Hohe Eiweißgehalte, Hektolitergewichte von 76 bis 80 kg und  Fallzahlen über 300 Sekunden kennzeichnen die Weizenernte in Teilen Hessens und von Rheinland-Pfalz. Schwächere Erträge  von zehn bis fünfzehn Prozent über alle Getreidearten sind gleichzeitig charakteristisch für die diesjährige Ernte. Selbst der Raps kann im Limburger Raum noch  Erträge von 3,0 bis 4,0 t /ha erbringen. Normalerweise werden hier 4,0 bis 4,5 t /ha eingefahren.
Sommergerste aus dieser Region stammt von zwei Aussaatperioden. Bisher liegen die Erträge hier zwar rund 20 Prozent unter dem Vorjahr. Die Eiweißwerte bewegen sich aber im erwünschten Rahmen von 9,5 bis 11,5 Prozent. Die Vollgerste kann über 95 Prozent vorweisen.

Durchschnittliche Ergebnisse im Rheingraben

Im Rheingraben ist die Ernte weitestgehend abgeschlossen. In den mittleren Lagen wie im Hunsrück oder im Odenwald sind rund 50 Prozent eingefahren. In den späteren Lagen ist die Futtergerste eingebracht. Auch wenn die Erträge recht unterschiedlich ausfallen, gehen Marktteilnehmer hier von einer noch durchschnittlichen Ernte aus. Bei ebenfalls sehr guten Qualitäten liegen die Weizenerträge bei 7,0 bis 7,5 t /ha. Sommergerste kann rund 5,5 t /ha erbringen. Raps ist mit durchschnittlich 3,0 t / ha das Sorgenkind. Roggen ist zum Nischenprodukt geworden.

Enttäuschung in der Wetterau

In  der Wetterau stehen noch rund 50 Prozent der Ernte. Auch wenn hier das Niveau bei den Erträgen in der Regel höher ist als in den frühen Gebieten, fällt das Ergebnis in diesem Jahr im Vergleich zum Durchschnitt vorangegangener Jahre schlechter aus. Eine späte Aussaat und damit eine kurze Vegetationsperiode und wenig Regen, kennzeichneten den Verlauf. 

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