Trockenheit

Nordwesten Polens fürchtet hohe Ausfälle

Polen ist zweigeteilt. Im Nordwesten hat sich die Trockenheit verschärft, Richtung Süden sind Niederschläge gefallen.

Das Nationale Institut für Bodenkunde und Pflanzenbau (IUNG) im polnischen Pulawy berichtet am Mittwoch von Entspannung in der gesamten Südhälfte Polens. Nachdem es dort geregnet hat, sind die Wasservorräte wieder weitgehend aufgefüllt. Prekär ist die Situation aber im Nordwesten, also in den Regionen, die an die deutschen Bundesländer Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern angrenzen. Extrem trocken ist es im Umland von  Posen und Stettin sowie Richtung Masuren. Dort sind erhebliche Ausfälle bei Winter- und Sommergetreide zu erwarten.

Die Landkarte vom 3. Juli zeigt in orange bis rot die Regionen, in denen das Wintergetreide besonders gelitten hat. Extreme Trockenheit gibt es im Nordwesten und Nordosten. Die Mitte und der Süden befinden sich dagegen im „grünen“ Bereich.
Karte: IUNG
Die Landkarte vom 3. Juli zeigt in orange bis rot die Regionen, in denen das Wintergetreide besonders gelitten hat. Extreme Trockenheit gibt es im Nordwesten und Nordosten. Die Mitte und der Süden befinden sich dagegen im „grünen“ Bereich.

Hochgerechnet auf den Getreidebau in Polen geht das IUNG davon aus, dass auf rund 30 Prozent der Anbaufläche von Wintergetreide und sogar auf 40 Prozent der Sommergetreideflächen erhebliche Mindererträge zu erwarten sind. Den Umfang der voraussichtlichen Einbußen beziffert das Institut allerdings nicht. Betroffen sind in den Regionen auch die Obstanbauer. Größere Schäden an Mais, Zuckerrüben und Kartoffeln sind hingegen noch nicht erkennbar.

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Trockenheit Polen

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