Trockenheit

Polen verspricht Dürrehilfen


Polnische Landwirte erhalten 2019 wieder Dürrehilfen. Für besonders hohe Ausfälle soll schon im September ein Ausgleich pro Hektar gezahlt werden.

Polens Ministerpräsident Mateusz Morawiecki hat am Wochenende auf einer landwirtschaftlichen Veranstaltung bekannt gegeben, dass Betriebe mit Ernteausfällen von mehr als 70 Prozent im Vergleich zum Mehrjahresdurchschnitt etwa 1.000 Zloty/ha als Dürrehilfe beantragen können. Umgerechnet sind das etwa 230 €/ha. Die Auszahlungen sollen im September beginnen. Morawiecki rechnet mit Gesamtzahlungen von 1 bis 2 Mrd. Zloty – je nachdem, wie hoch die Verluste geschätzt werden und wie viele Landwirte den Ausgleich beantragen. Im vergangenen Dürrejahr 2018 sind in Polen nach Angaben des Agrarministeriums insgesamt 2,15 Mrd. Zloty als Dürrehilfen geflossen.

Dürreschäden auf 2,5 Mio. ha

Der polnische Landwirtschaftsminister Jan Krzysztof Ardanowski hat vergangene Woche bei einer Pressekonferenz bekannt gegeben, dass schätzungsweise 175.000 Betriebe auf rund 2,5 Mio. ha Verluste wegen der Dürre registrieren. Für Ausfälle von weniger als 70 Prozent sollen die üblichen Maßnahmen eingeleitet werden – wie vergünstige Kredite oder die Stundung von Beiträgen zu staatlichen Versicherungen.

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