Trockenheit

Pommes-Rohstoff wird knapp

Europäische Verarbeiter sorgen sich um den Rohstoff für die Fritten.
Foto: Sigrid Rossmann/pixelio.de
Europäische Verarbeiter sorgen sich um den Rohstoff für die Fritten.

Von einer „dramatischen Entwicklung“ sprechen die Kartoffelverarbeiter. Sie befürchten massive Ernteausfälle. An der Börse klettert die April-Notierung über 30 Euro.

Von einer deutlich kleineren Kartoffelernte in Deutschland und Europa geht der Bundesverband der obst-, gemüse- und kartoffelverarbeitenden Industrie (BOGK) aus. Da Trockenheit und Hitze jetzt auch den Qualitäten zusetzen, sind Engpässe in der Rohstoffversorgung absehbar. Der BOGK beruft sich auf Experten aus dem Kreis der Landwirtschaft und der kartoffelverarbeitenden Industrie, die bereits zum jetzigen Zeitpunkt von mindestens 25 Prozent Minderertrag sprechen. „Knollen in Übergrößen, die für die Produktion von Pommes Frites benötigt werden, sind zudem bereits jetzt auf zahlreichen Böden kaum oder gar nicht vorhanden“, meldet der BOGK. Da nennenswerte Niederschläge nicht in Sicht sind, vergrößere sich das Problem von Woche zu Woche. Selbst die Beregnung kommt an ihre Grenzen, berichten Landwirte dem Verband. Der BOGK warnt jetzt schon vor Versorgungsproblemen Verarbeitungsprodukten wie etwa Pommes Frites.

Die Knappheit zeigt sich auch in der anhaltenden Kursrally der Kartoffelnotierungen an der Börse EEX. Am Dienstagnachmittag (16:00 Uhr) stehen sich für den Frontmonat November 2018 Geld- und Briefkurse von 22,50 bis 24,60 €/100 kg gegenüber. Noch teurer sind die Kartoffeln im Liefermonat April 2019. Hier notiert die EEX Geld- und Briefkurse von 30,80 bis 31,00 €/100 kg. Die April-Notierung ist aktuell um 55 Prozent höher als zu Beginn des Monats Juli 2018 und fast drei Mal so hoch wie zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres.

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